Bundesrat zum proaktiven Handeln aufgefordert
BDP fordert Strategiewechsel im Steuerstreit
publiziert: Sonntag, 27. Jan 2013 / 11:10 Uhr
BDP-Vizepräsident Lorenz Hess ist zuversichtlich, dass Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf im Steuerstreit den Informationsaustausch zur Diskussion stellen werde.
BDP-Vizepräsident Lorenz Hess ist zuversichtlich, dass Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf im Steuerstreit den Informationsaustausch zur Diskussion stellen werde.

Bern - Der Bundesrat soll mit der EU über einen automatischen Informationsaustausch in Steuersachen sprechen. Das fordert der Berner Nationalrat und BDP-Vizepräsident Lorenz Hess in einem Zeitungsinterview. Hess ist der Meinung, dass die Schweiz nun proaktiv handeln müsse.

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«Die Schweiz darf nicht wieder warten, bis sie mit dem Rücken zur Wand steht und eines Tages unter Druck eine Variante des automatischen Informationsaustausches annehmen muss, die sie gar nicht will», sagte Hess in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».

Nach dem deutschen Nein zur Abgeltungssteuer und dem Fatca-Abkommen mit den USA müsse man davon ausgehen, dass die EU bald eine Gesamtlösung für die Einführung eines automatischen Informationsaustausches anstrebe, sagte Hess. «Ich sehe das als Chance für einen Strategiewechsel.»

Nicht jede Transaktion

Hess schlägt eine Kombination von Abgeltungssteuer für Altlasten und einem «einfachen Informationsaustausch» vor. Unter einfachen Informationsaustausch versteht Hess, dass die Banken den Steuerbehörden nur Ende Jahr einen Kontoauszug liefern und nicht jede Transaktion melden müssen.

«Die Schweiz wäre gut beraten, zusammen mit der EU einen internationalen Standard für den Informationsaustausch zu definieren, der uns zugutekommt.» Weiter sagte Hess, er sei zuversichtlich, dass BDP-Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf ein entsprechendes Modell zur Diskussion stellen werde.

Schneider-Ammann will harte Haltung

Für eine andere Strategie hatte sich jedoch Bundesrat Johann Schneider-Ammann (FDP) in einem Interview mit den Zeitungen «Der Bund» und «Tages-Anzeiger» vom Samstag ausgesprochen. Er forderte, bei einer harten Haltung zu bleiben. Ansonsten müsse die Schweiz mehr Konzessionen eingehen als nötig.

Er nehme darum «mit Verärgerung zur Kenntnis, dass auch die Betroffenen sich öffentlich positionieren und damit Freund und Feind dazu einladen, davon Gebrauch zu machen». Gemeint hat Schneider-Ammann die Privatbanken, die jüngst den automatischen Informationsaustausch nicht mehr kategorisch abgelehnt hatten.

(asu/sda)

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Der automatische Datenaustausch
wird kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche und die SP hatte von Anfang an Recht damit.

Dafür sein muss man aber gar nicht.
Was mich aber schon stört ist, dass offenbar diejenigen die sich mit dieser Realität noch nicht abgefunden haben diejenigen die diesen AutoDatenaustausch wollen oder prophezeihen immer gleich verunglimpfen müssen.

Atomkraft ist auch vorbei früher oder später, zumindest hierzulande und in Deutschland und Co.
Auch so eine Realität die man leider einfach akzeptieren muss. Egal wie dumm es sein mag.

Genauso wie aber die Banken selber Schuld sind im Endeffekt, ist es auch die Atomlobby und deren AKW Betreiber à la TEPCO, die die Bevölkerungen sinnlos und fahrlässig in Gefahr brachten, weil sie es nicht schaffen die AKW anständig zu betreiben.
Geht's noch?
Wieder so ein BDP-ler,der seinen Grind in die Zeitung bringen wollte.

Es gibt keine gesetzliche Grundlage für einen solchen Austausch. Bevor über so eine Sauerei diskutiert würde,hätten Sie einmal noch das Volk zu konsultieren.
Wenn die Schweiz mit dem Rücken zur Wand steht,dann höchstens aus Vorsicht,dass ihr die eigenen Politiker nicht in den Rücken schiessen können, Du Hornochse!

Kein Wunder kommen ständig Forderungen aus dem Ausland - die Franzosen machen sich ja schon über uns lustig. Weil wir nur Doofies und Nachsitzer in Bern haben.
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