BKW reduziert Inland-Projekte für erneuerbare Energien drastisch
BKW entscheidet gegen erneuerbare Energien
publiziert: Montag, 10. Jan 2011 / 19:29 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Jan 2011 / 19:56 Uhr
Opposition gegen Windkraftwerke.
Opposition gegen Windkraftwerke.

Bern - Der Berner Stromkonzern BKW streicht fast die Hälfte seiner Projekte für alternative Kleinkraftwerke zusammen. Er begründet den Schritt mit zahlreichen Einsprachen und dem komplizierten Bewilligungsverfahren. Umweltverbände winken ab und bezeichnen die Begründung der BKW als reine Abstimmungspropaganda.

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Bis 2030 wollten die BKW 1000 Gigawattstunden Strom in eigenen Anlagen für erneuerbare Energien produzieren. Jetzt stutzt der Stromkonzern seine Ausbauziele in der Schweiz auf 600 GWh.

Der Entscheid fiel nach einer Analyse der rund 100 laufenden Projekte, wie die BKW am Montag mitteilte. Nebst des Widerstands von Umweltverbänden, betroffenen Privatpersonen und Tourismusorganisationen hätten auch die komplizierten Bewilligungsverfahren den Ausschlag für den Entscheid gegeben.

Schub für Atomkraft?

Die Umweltverbände Pro Natura und Stiftung Landschaftsschutz Schweiz halten die Reaktion für übertrieben. Roland Schuler, Sprecher von Pro Natura Schweiz, sieht in der Anpassung der Ziele einen strategischen Schachzug. «Ich vermute einen versteckten Versuch, der Atomkraft Schub zu verleihen», sagte er. Am 13. Februar stimmt der Kanton Bern über die Zukunft des Atomkraftwerks Mühleberg ab.

Die BKW weist die die Vorwürfe von sich. Mit der bevorstehenden Abstimmung habe die Bekanntgabe der reduzierten Zielmenge für die erneuerbaren Energien nichts zu tun, sagte Franz Bürgi, Geschäftsführer der für erneuerbare Energien zuständige BKW-Tochter sol-E Suisse, an einer Medienkonferenz in Bern.

Nur wenig Verbandseinsprachen

Die BKW hat im vergangenen Jahr 80 Anlagen für erneuerbare Energien in Betrieb genommen, vor allem Windenergie-Anlagen. Vier von fünf dieser Anlagen stehen im Ausland. Angesichts der Zahl umgesetzter Projekte zweifelt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, dass die Verbandseinsprachen für die BKW ein Problem darstellen.

Sie spricht ihrerseits von acht Einsprachen, Rekursen oder Beschwerden gegen geplante Wasserkraftwerke, Pro Natura von rund einem Dutzend. Gegen Windkraftwerke seien derzeit drei Einsprachen hängig. Im Vergleich zu den hundert laufenden Projekten sei die Opposition demnach «verschwindend klein».

(fest/sda)

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absolut richtig
Aber dennoch verstehe ich die Elektrizitätswerke: grundsätzlich ist jegliche erneuerbare Energie schon sehr viel teurer. Wenn sie dann aber auch noch vor allem Hindernisse in den Weg gelegt kriegen (von denselben Organisationen, die das ja auch noch verlangen), dann ist dies für diese Werke schlicht nicht lohnenswert. Und ich bin mir fast sicher, dass die AKW dann einfach verlängert werden, statt dass neue gebaut werden.
Aber man muss sich das schon einmal überlegen: in der Schweiz hätte man sehr einfache erneuerbare Energie dank den Bergen (Wasserkraft und Co) und es sind die Umweltschutzorganisationen, die diese Technologien mit ihren Einsprachen verzögern, verteuern und letztendlich ganz verhindern. Das habe ich nie begriffen. Träumen diese Leute wirklich immer noch davon, dass das Ersetzen von Glühbirnen dazu führen wird, dass unser Energieverbrauch zurückgeht? Der wird ja so oder so ansteigen, weil wir die produzierende Industrie auch wieder zurückholen werden (das ist absehbar, weil die Transportkosten auf Grund der nicht erneuerbaren Energien, allen voran Öl, sowieso so massiv steigen werden, dass es sich wieder lohnen wird, vor Ort zu produzieren).
unverantwortlich, weil die Entsorgung eine Zeitbombe ist
Man muss weder der SP oder den Grünen zugeschlagen werden, um die Zukunft der Atomkraft in Frage zu stellen. Die AKW's in der Schweiz haben die Produktion im Griff, denn mir ist kein namhafter Zwischen- oder Unfall bekannt. Das grosse Problem ist die Endlagerung, und diese Frage ist alles andere als gelöst. Können wir es wirklich verantworten, hunderten von nachfolgenden Generationen etwas zu hinterlassen, das wir selbst nicht einschätzen können? Es gibt viele Berichte zu diesem Thema, hier einer: http://bazonline.ch/schweiz/standard/Die-Gefahr-dass-Atommuell-in-Zuku.... Die Politik träumt ihren Dornröschenschlaf und nimmt sich dieses Problems nicht an. Es wäre nun vordringlich, alternative Energien und Energie sparende Geräte zu fördern und nicht weiterhin auf Atomkraft zu bauen. Die Umweltverbände schneiden sich ins eigene Fleisch, wenn sie dann gegen jedes Projekt Opposition machen. Eines ist für mich klar, die Zeit der AKW's muss in unserem Land der Vergangenheit angehören.
abwarten
Ist ganz einfach: sie warten ab. Sie müssen ja nichts machen: wenn sie die Atomkraftwerke nicht kriegen und da offensichtlich die Alternativen noch nicht da sind (speziell, um die Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen, weil die produzieren nicht mal schnell einen kleinen Promilleanteil), wird man dann den Strom aus den Kohle- und Atomkraftwerken aus dem Ausland für völlig überteuerte Preise beziehen müssen. Der BKW kann das egal sein, es geht vielleicht 5-10 Jahre länger, aber sie werden die meisten Projekte irgendwann durchziehen können, wenn sie jetzt einfach abwarten. Oder die produzierende Industrie verzieht sich endgültig aus der Schweiz, dann brauchen wir den Strom ja auch nicht mehr. Das wäre ja die Philosophie der Grünen und von Teilen der SP: Hauptsache bei uns ist es sauber...
aufs falsche Pferd gesetzt
Die BKW leiten den eigenen Untergang ein, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass das Schweizer Volk dem Bau neuer AKW's oder der Verlängerung der Betriebsbewilligungen zustimmen wird.
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