BP und Kläger einigen sich im Prozess um Ölkatastrophe
publiziert: Samstag, 3. Mrz 2012 / 10:30 Uhr
Bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko strömten hunderte Millionen Liter Erdöl ins Meer.
Bei der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko strömten hunderte Millionen Liter Erdöl ins Meer.

New Orleans - Der britische BP-Konzern hat sich wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko mit den privaten Klägern auf Zahlungen in Milliardenhöhe geeinigt. Wie der Konzern am frühen Samstagmorgen mitteilte, umfasst die gütliche Einigung Zahlungen im Umfang von 7,8 Milliarden Dollar.

Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
7 Meldungen im Zusammenhang
Unter den privaten Klägern waren zahlreiche Fischer und andere Wirtschaftsbetriebe, die erhebliche Einbussen erlitten hatten. Konzernchef Bob Dudley erklärte, BP habe sich von Anfang an bemüht, seine Verpflichtungen gegenüber den Anwohnern der Golfregion zu erfüllen. Das nun getroffene Abkommen sei das Ergebnis von fast zwei Jahren harter Arbeit.

Die Zahlungen sollen aus einem Fonds in Höhe von 20 Milliarden US-Dollar geleistet werden, den BP eigens dafür eingerichtet hat. Eine Einigung mit den staatlichen Stellen in den USA wurde der Mitteilung zufolge noch nicht erzielt.

BP betonte, mit dem Vergleichsvorschlag erkenne das Unternehmen keine Haftungsverpflichtungen an. Zugleich kündigte der Konzern an, manche seiner Forderungen an die Bohrpartner Transocean und Halliburton an ein Komitee der Kläger abzutreten. Die drei Konzerne haben sich gegenseitig verklagt.

Prozess erneut verschoben

An diesem Montag sollte in New Orleans ein Mammutprozess von mehr als 100'000 Klägern gegen BP und andere Firmen beginnen. Der mit dem Verfahren beauftragte Richter Carl Barbier hat den geplanten Prozess in New Orleans verschoben. Die Einigung führe wahrscheinlich dazu, dass sich die Voraussetzungen für den Prozess grundlegend ändern werden, teilte er mit.

Der Prozess gegen BP sollte bereits vor einer Woche in New Orleans beginnen, war aber auf den 5. März verschoben worden, um weitere Gespräche über eine gütliche Einigung zu ermöglichen.

Schlimmste Ölpest der USA

Die Bohrinsel «Deepwater Horizon» war am 20. April 2010 im Golf von Mexiko explodiert und hatte die schlimmste Ölpest in der Geschichte der USA verursacht. Bei dem Unglück starben elf Arbeiter, hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer.

Insgesamt 87 Tage dauerte es, bis BP das defekte Bohrloch schliessen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, die Fischindustrie und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Die US-Justiz hat das milliardenschwere Entschädigungsangebot des britischen BP-Konzerns an ... mehr lesen
87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schliessen konnte. (Archivbild)
Washington - Im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren hat die US-Justiz einen ... mehr lesen
87 Tage dauerte es, bis BP das defekte Bohrloch schliessen konnte.
Die Ölplattform «Deepwater Horizon» war am 20. April 2010 explodiert.
Washington - Zum zweiten Jahrestag der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko muss der britische Ölkonzern BP tausenden ... mehr lesen
Rio de Janeiro - Wegen der schweren Ölpest vor der brasilianischen Küste im November hat die Staatsanwaltschaft von Rio de Janeiro Klage gegen den US-Ölkonzern Chevron, ... mehr lesen
Brasilianischer Staatsanwalt reicht Klage gegen mehrere Personen und Unternehmen ein.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Wer ist verantwortlich für die grösste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA?
Baar - Der Tiefsee-Ölbohrkonzern Transocean hat bei einem US-Gericht in ... mehr lesen
Steinhausen ZG - Rund 18 Monate nach der verheerenden Ölpest im Golf von Mexiko hat die USA Strafen gegen den britischen ... mehr lesen
Feuer auf der Deepwater Horizon.
Alles was Recht ist! Gesellschaftsgründungen, Rechtsberatung, Prozessführung etc.
Sie suchen Beratung, Sie brauchen Unterstützung. Sie setzen auf Erfolg und verlangen rasch messbare Resultate.
MENZI & PARTNER
Blaufahnenstrasse 14
8001 Zürich
«Harschen Arbeitsbedingungen»
«Harschen Arbeitsbedingungen»
Fukushima-Betreiber  Fukushima - Wegen Unterschlagung ihrer Gefahrenzulagen ziehen erstmals Arbeiter der Atomruine Fukushima gegen die Verantwortlichen vor Gericht. Die vier klagenden Arbeiter, von denen zwei derzeit weiter in der Atomanlage im Auftrag eines Subunternehmers beschäftigt sind, fordern umgerechnet fast 800'000 Franken. 
Taxistreit  Frankfurt/Main - Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber darf seine Leistungen in Deutschland ...   1
Taxidienst Uber ist in der Schweiz erst in Zürich aktiv.
Taxifahrten - jeder sucht sich das billigste und schnellste aus. (Symbolbild)
Widerstand gegen günstige Taxifahrten per App Zürich - Der amerikanische Limousinendienst Uber mischt das Taxigewerbe auf. In mehreren europäischen Städten protestieren am ... 1
Korruption  Bern - Die Bundesanwaltschaft (BA) hat am Montag bestätigt, dass sie ein Korruptionsverfahren «im Zusammenhang mit Gazprom» führt. Dieses richtete sich gegen vier Personen wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung, Geldwäscherei und Bestechung fremder Amtsträger.  
Titel Forum Teaser
Klaus Janosch ist Doktorand in Pflanzenernährung an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Bedrohter Boden Fruchtbarer Boden ist ein wertvolles Gut, dessen Verlust sowohl für uns als ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 9°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 8°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 10°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 11°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 25°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten