BVG-Zinssenkung: Bundesrat hält an 3% fest
publiziert: Mittwoch, 10. Jul 2002 / 12:00 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 10. Jul 2002 / 14:20 Uhr

Bern - Der Bundesrat hält an einer Senkung des BVG-Mindestzinsatzes auf 3 Prozent fest. Nur so könnten die Renten gesichert werden. Die Angst vor Rentenkürzungen hält Bundespräsident Kaspar Villiger für übertrieben.

Eine Senkung auf lediglich 3,5 Prozent reiche wahrscheinlich nicht aus zur Sicherung der Renten, so wie sich der Markt jetzt präsentiere, sagt Bundespräsident Kaspar Villiger in einem Interview mit der «Berner Zeitung».

Allerdings solle die 3-Prozent-Grenze nicht für ewig gelten, sagt ihrerseits Bundesrätin Ruth Metzler im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Der Bundesrat strebe eine flexible Ausgestaltung des Zinssatzes an.

Gemäss Villiger sind Änderungen alle zwei, drei Jahre möglich. «Je nach Marktverhältnissen sind Sätze sogar über 4 Prozent denkbar.» Die Angst vor Rentenkürzungen wegen des tieferen Zinssatzes hält der Finanzminister für übertrieben. Heute sei die Inflation viel niedriger als zum Zeitpunkt, als die 4-Prozent-Limite festgelegt wurde.

Deshalb sei die Verzinsung auch mit 3 Prozent real nicht tiefer als 1986. «Im Gegenteil. Mit unserem Entscheid können die Versicherten sicher sein, dass ihre Renten gesichert sind.»

Dies bestätigt auch der Chef der Rentenanstalt, Roland Chlapowski, in einem Interview in der «Neuen Zürcher Zeitung». Es komme nur zur Rentenkürzung, wenn der Zins über längere Zeit auf 3 Prozent verharre.

Den definitiven Kürzungs-Entscheid fällt der Bundesrat Ende August. Die Sommerpause will er nutzen, um die Sozialpartner und die BVG-Kommission anzuhören. Entscheidhilfe wird auch die Erhebung über die Solvenz der Versicherer sein, wie Metzler sagt.

(ba/sda)

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