Baby stirbt in Berliner Spital nach Keiminfektion
publiziert: Samstag, 20. Okt 2012 / 17:56 Uhr
Fünf Tage vor der Verlegung war der Erreger bei dem Säugling noch nicht gefunden worden. (Archivbild)
Fünf Tage vor der Verlegung war der Erreger bei dem Säugling noch nicht gefunden worden. (Archivbild)

Berlin - Ein neugeborenes Baby ist in einem Berliner Spital an einer Blutvergiftung aufgrund einer Keiminfektion gestorben. Fünf Tage nach einer Operation starb das Neugeborene im Deutschen Herzzentrum an einer Infektion mit sogenannten Serratien-Keimen.

Wir machen Sie notfallsicher(er) - persönlich, praxisnah und günstig.
1 Meldung im Zusammenhang
Der Säugling mit einem angeborenen Herzfehler war zunächst in der Virchow-Klinik der Berliner Charité, dem grössten Uniklinikum Deutschlands, behandelt worden. Danach wurde das Kind für eine Operation ins benachbarte Herzzentrum verlegt, wie der Leiter der Neonatologie der Charité, Christoph Bührer, am Samstag erklärte.

Wo sich der Säugling infiziert hat, war zunächst nicht gänzlich geklärt. An der Charité hatte es zuletzt sieben Erkrankungen mit dem Erreger gegeben. Bei weiteren 15 Kindern wurde der Keim gefunden, sie gerieten aber nicht in Gefahr. Die Uniklinik verhängte zunächst einen Aufnahmestopp an zwei ihrer fünf spezialisierten Stationen.

Ein Zusammenhang des Todesfalls mit Erkrankungen wegen des Erregers an der Charité sei wahrscheinlicher als andere Ursachen, sagte Bührer. «Wir suchen das Problem zunächst bei uns, und nicht bei anderen.» Fünf Tage vor der Verlegung ins Herzzentrum war der Erreger bei einem letzten Test bei dem Säugling noch nicht gefunden worden.

Unter Quarantäne

Die am Virchow-Klinikum der Charité entdeckten Erreger gelten eigentlich als weniger gefährlich als die multiresistenten Keime, an denen in Bremen mindestens drei Frühchen gestorben waren. Die Serratien-Keime seien nicht multiresistent, hiess es. Sie seien aber offenbar gut übertragbar. Betroffene Säuglinge wurden daher unter Quarantäne gestellt.

Am 8. Oktober sei der Ausbruch festgestellt worden, weil bei zwei Kindern derselbe Keim in Blutkulturen nachgewiesen worden war, erklärte der Neonatologie-Chef. In der Neonatologie werden Frühgeborene und Neugeborene mit schweren Erkrankungen behandelt. «Die betroffenen Kinder wurden sofort antibiotisch behandelt», sagte Bührer. Die Therapie habe auch sehr gut angeschlagen.

Schwierige Suche nach Erreger-Quelle

Bei der Suche nach der Quelle für den Ausbruch tappt die Charité noch im Dunkeln. Anfang Juli sei ein erster Fall aufgetreten, erklärte der Ärztliche Direktor der Charité, Ulrich Frei. Ob ein Zusammenhang zu der Welle von Erkrankungen von Anfang Oktober besteht, soll eine weitere Untersuchung zeigen.

Serratien kommen in der Darmflora von Menschen, aber auch in der Umwelt vor. Für Frühgeborene und schwer kranke Säuglinge seien sie besonders gefährlich, hiess es. Die Charité arbeite daran, die Säuglinge der beiden betroffenen Stationen auf einer Station zusammenzulegen, damit die andere desinfiziert werden könne, erklärte Frei.

In Bremen waren seit dem vergangenen Jahr mehrere Frühchen an den Folgen von Infektionen mit multiresistenten Klebsiella-Bakterien erkrankt, drei starben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen fahrlässiger Tötung gegen den ehemaligen Chefarzt der Frühchenstation. Der Landtag setzte einen Untersuchungsausschuss ein.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Das Anfang Oktober in der Berliner Klinik Charité verstorbene Frühchen ist offenbar nicht aufgrund seiner Infektion mit Serratien-Bakterien verstorben. Das haben erste Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung ergeben. mehr lesen 
Motorfahrzeug- und Unfallschadenexpertisen, Werteinschatzungen
Technex GmbH
Hauptstrasse 34
2557 Studen
Wir machen Sie notfallsicher(er) - persönlich, praxisnah und günstig.
Rettungseinsatz auf dem Zugerberg.
Rettungseinsatz auf dem Zugerberg.
Zug  Eine Automobilistin hat sich am Donnerstag auf dem Zugerberg gravierende Beinverletzungen zugezogen, als sie von ihrem eigenen Auto überfahren wurde. 
Bentrunken hinter dem Steuer  Bobbi Kristina, die Tochter der verstorbenen Musik-Legende Whitney Houston, sorgt sich ...
Nick Gordon und Bobbi Kristina werden von negativen Schlagzeilen verfolgt.
Der Traktor ist nur noch ein Haufen Schrott.
Kirchdorf  Auf einem Bauernhof in Kirchdorf ist am Mittwoch ein Traktor in Brand geraten. 140 Feuerwehr-Leute rückten zum Brand aus. Verletzt wurde zum Glück ...  
Trotz Vollbremsung  Freiburg - Auf dem Weg zu einem Einsatz wegen eines Taserangriffs in Payerne VD hat eine Waadtländer Polizeipatrouille am ...
Trotz einer Vollbremsung konnte die Polizei den Zusammenstoss nicht verhindern. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2581
    Maschinengewehr Wenn ein Schiesslehrer im Unterricht stirbt, hat er also in seiner ... Mi, 27.08.14 19:15
  • EdmondDantes1 aus Zürich 9
    Grosses Kino in Baden - jetzt versteh ich's! Darth Vader/Schneewittchen/Taxi Driver/American Psycho Als ... Mo, 25.08.14 22:45
  • jorian aus Dulliken 1497
    Täter ein Serbe? http://www.albanien.ch/nla/Art125.html Vielleicht ein Albaner mit ... So, 24.08.14 12:55
  • jorian aus Dulliken 1497
    Quelle Russia Today! Hier etwas für Menschen die von freier Energie gehört haben, und solche ... Sa, 23.08.14 07:03
  • Midas aus Dubai 3461
    Echt jetzt? "Der Wissenschaftler ist der Meinung, dass Unterhaltungsmedien ... Do, 21.08.14 10:48
  • kubra aus Port Arthur 3100
    Keine Verallgemeinerungen bitte Cassey. "Rechte Politik hat sich immer als fatal ... Sa, 16.08.14 14:38
  • Heidi aus Oberburg 1007
    Ist nicht ganz so, wie es im Blick steht und überall rumerzählt wird. Ein Pool im Garten ... Sa, 16.08.14 14:30
  • Midas aus Dubai 3461
    Der war gut! Unsere Presse in die rechte Ecke gerückt? ... Sa, 16.08.14 14:08
Rettungseinsatz auf dem Zugerberg.
Unglücksfälle Frau von eigenem Auto überrollt - schwer verletzt Eine Automobilistin hat sich am Donnerstag ...
Wer einen Menschen rettet, rettet die ganze Welt
Das Care Team bietet Firmen in tragischen Situationen psychologische Nothilfe.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 15°C 17°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 12°C 18°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 16°C 19°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Bern 15°C 22°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 16°C 23°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Genf 16°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 18°C 25°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten