Babylon durch US-Truppen schwer beschädigt
publiziert: Samstag, 15. Jan 2005 / 14:14 Uhr

London - US-amerikanische und polnische Truppen sollen der antiken Ruinenstadt Babylon im Irak erheblichen Schaden zugefügt haben. Zu diesem Schluss kommt eine Studie des Britischen Museums.

Babylonische Bauten, wie hier ein Palast im Irak, haben stark unter dem Krieg gelitten.
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Die Residenz des sagenumwobenen Königs Nebukadnezar II. (605-562 vor Christus) ist seit fast zwei Jahren von einem Stützpunkt der Besatzungstruppen umgeben.

Das sei in etwa so, als um die grossen Pyramiden von Ägypten oder um Stonehenge in Grossbritannien ein Militärlager eingericht würde, schreibt John Curtis, Konservator des Britischen Museums, in dem Bericht. Die britische Zeitung The Guardian veröffentlichte Auszüge davon.

Schutz vor Räubern und Vandalen

Ein US-Militärsprecher in Bagdad sagte dagegen, die Soldaten liessen grosse Sorgfalt walten. Möglicherweise würden einige Einheiten aber demnächst verlegt, um die Ruinen von Babylon besser zu bewahren.

Das Lager war im April 2003 eingerichtet worden, um Babylon vor Räubern und Vandalen zu schützen. Der Bericht kritisiert jedoch die Entscheidung, sich nicht auf eine Bewachung des Ausgrabungsortes zu beschränken, sondern in seiner unmittelbaren Nähe ein ausgedehntes Lager aufzubauen.

Nach Beobachtungen von Curtis sind unter anderem die Drachen des berühmten Ischtartors beschädigt, weil jemand versucht hat, Ziegelsteine herauszubrechen. Der Belag der 2600 Jahre alten Prozessionsroute durch das Tor sei durch Militärfahrzeuge aufgerissen.

Fragmente in Sandsäcke abgefüllt

Noch nicht erschlossene Stellen der Ausgrabungsstätte seien mit abgelassenem Benzin aus Panzern verseucht oder unter abgeladenem Schotter begraben. Zahllose archäologische Fragmente seien von den Soldaten zusammen mit Erdreich in Tausende von Sandsäcken abgefüllt worden.

Seine Untersuchung könne keineswegs als vollständig betrachtet werden, schrieb Curtis. Vielmehr sei eine grössere, internationale Untersuchung nötig, um alle Schäden festzustellen. Es müssten auch internationale Mittel bereitgestellt werden, um die Denkmäler wieder herzustellen.

(mo/sda)

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