Nach Italien-Abstecher zurück
Bär M13 kehrt in die Schweiz zurück
publiziert: Montag, 25. Jun 2012 / 12:18 Uhr / aktualisiert: Montag, 25. Jun 2012 / 14:34 Uhr
Braunbär M13 ist nach Italien-Abstecher zurück in Graubünden.
Braunbär M13 ist nach Italien-Abstecher zurück in Graubünden.

Chur - Der Braunbär M13 ist nach einem mehrwöchigen Abstecher ins italienische Veltlin zurück in Graubünden. Das zweieinhalbjährige Männchen auf Wanderschaft wurde am Wochenende im Bergell sowie im Oberengadin beobachtet und eindeutig identifiziert.

Mehr Menschlichkeit für Tiere
5 Meldungen im Zusammenhang
M13, der am Ostersamstag erstmals im Unterengadin auf Bündner Boden gesichtet wurde, streifte im Laufe des Monats Juni im Veltlin in der Nähe von Sondrio umher. Am Samstagmorgen wurde er wieder auf Bündner Boden beobachtet - und zwar um etwa acht Uhr in der Nähe des Albignastausees im Südtal Bergell, wie das Bündner Amt für Jagd und Fischerei am Montag mitteilte.

Am Sonntagabend tauchte der junge Braunbär in der Nähe der Julierpassstrasse auf. Zahlreiche Passanten konnten südlich des Passes verfolgen, wie sich der Einwanderer aus Italien parallel zur Strasse Richtung Silvaplana bewegte.

An Ohrenmarke erkannt

Die Wildhut identifizierte den talwärts ziehenden Bären anhand der gelben Ohrmarke und des schwarzen Halsbandes, bevor das Tier im Wald verschwand. M13 hielt sich nach seiner Einwanderung an Ostern im Dreiländereck Schweiz/Österreich/Italien auf.

Am 30. April wurde das Männchen bei einem Zusammenstoss mit einer Lokomotive der Rhätischen Bahn bei Ftan im Unterengadin verletzt. Das Jungtier erholte sich relativ rasch vom Unfall. Zerstört wurde beim Zwischenfall das GPS-Sendegerät, das dem Bären um den Hals gebunden wurde. Danach konnte das Tier nicht mehr geortet werden.

Ob der Bär mit einem neuen Sender ausgestattet wird, ist offen. Man sei mit den zuständigen Bundesbehörden in dieser Frage im Gespräch, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi auf Anfrage. Laut Brosi sollte das Tier in nächster Zeit aber zumindest vom nutzlos gewordenen Sender um den Hals befreit werden.

Kein Problembär

Der Bär setzte sich anschliessend via Val S-charl und Münstertal nach Italien ab, wo er die letzten Wochen im Veltlin verbrachte. Laut den Bündner Jagdbehörden hielt sich das Tier in dieser Zeit weitgehend von Siedlungen fern und verursachte keine grossen Schäden.

Nach dem Zusammenstoss mit der Lokomotive hatte sich der Bär weitgehend von Siedlungen ferngehalten und war auf Bündner Territorium praktisch nicht mehr gesehen worden.

Unmittelbar nach seiner Einwanderung hatte er sich regelmässig im Unterengadin im besiedelten Gebiet aufgehalten. Deshalb wurde von einem auffälligen Bär gesprochen. Als Problembär wurde das Tier nie eingestuft. M13 sei derzeit «noch lange kein Problembär», betonte Brosi.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Poschiavo GR - Braunbär M13 hat im Bündner Südtal Puschlav eine trächtige Eselin gerissen. Das Nutztier war zusammen mit elf ... mehr lesen
Der Riss werde keine Auswirkungen auf die Einstufung des Bären haben. (Symbolbild)
Zernez - Der Braunbär M13 hat am Wochenende den Schweizerischen Nationalpark besucht. Mittlerweile ist das rund zweieinhalb Jahre alte Männchen aber schon wieder weitergezogen. mehr lesen 
Der Jungbär sei in guter körperlicher Verfassung und gesund. (Symbolbild)
Chur - Die Bündner Wildhut hat dem eingewanderten Jungbären M13 ... mehr lesen
Chur - Der vom Südtirol nach Graubünden eingewanderte Braunbär M13 ist seit rund zwei Wochen spurlos verschwunden. Auch die Bündner Jagdbehörden kennen den Aufenthalt des 120 Kilogramm schweren Männchens nicht. Beunruhigt deswegen sind sie aber nicht. mehr lesen 
Chur - Der Engadiner Braunbär M13 ist zum Grenzgänger geworden. Das gut zweijährige Jungtier hat sich in den letzten Tagen ... mehr lesen
Jeder Schritt des Bären wird verfolgt. (Archivbild)
Mehr Menschlichkeit für Tiere
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere
China setzt sich mit Zuchtprogrammen für den Erhalt der ...
Erfolg für Naturschutz  Peking - Den vom Aussterben bedrohten Grossen Pandas in China geht es besser. Die Population der in freier Wildbahn lebenden Tiere ist in den vergangenen rund zehn Jahren um 268 auf 1864 Pandabären gestiegen, wie das chinesische Forstamt am Samstag in Peking mitteilte. 
Im Dezember waren schon drei Tiere dem Erreger erlegen. (Symbolbild)
Vierter Panda wegen tödlichem Virus in China gestorben Peking - Ein gefährliches Virus hat in China vier Pandabären getötet. Das jüngste Opfer des Caninen Staupevirus war ...
Im Alter von drei Monaten  Rotterdam - Kaum drei Monate alt und irre neugierig: Zwei kleine Eisbären-Zwillinge aus dem niederländischen Zoo Blijdorp bei Rotterdam haben am Freitag zum ersten Mal frische Luft geschnuppert.  
ETH-Zukunftsblog In Madagaskars Südwesten wächst der Druck auf die natürlichen Ressourcen des Meeres. Wissenschaftler, NGOs und die Bevölkerung versuchen gemeinsam nachhaltige ... mehr lesen  
Melanie Weisser ist Doktorandin in der molekularen Strukturbiologie an der ETH Zürich
Typisch Schweiz Dällebach Kari (1970/de) Die Geschichte ist leider wahr: Der Berner Coiffeur-Meister Karl ...
Shopping Stan Laurel Woche. Heute: Dick & Doof - Die Wüstensöhne Diese Woche betrauern wir den 50. Todestag von Stand Laurel. Täglich gibt es hier einen Laurel & Hardy-Klassiker zu sehen und zu kaufen - als ...
Schön: Saab 900 Turbo Aero.
Jürg Zentner gegen den Rest der Welt.
Jürg Zentner
Das Gesetz, mit dem im Deutschen Reich die Demokratie ermordet wurde: Ermächtigungsgesetz von 1933.
Regula Stämpfli seziert jeden Mittwoch das politische und gesell- schaftliche Geschehen.
Regula Stämpfli
Sepp-Blatter: Präzedenzfall für Winter-WM geschaffen?
Patrik Etschmayers exklusive Kolumne mit bissiger Note.
Patrik Etschmayers
Auch in China ist die Todesstrafe immer umstrittener.
Peter Achten zu aktuellen Geschehnissen in China und Ostasien.
Peter Achten
Vorschlag an den Kolumnisten: Wenigstens in Hobbiton dürfte er von Missionaren verschont bleiben und sich nur gegen Hobbits verteidigen müssen.
Skeptischer Blick auf organisierte und nicht organisierte Mythen.
Freidenker
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tierschutzprojekten im In- und Ausland ein.
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich -1°C 5°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Basel 0°C 6°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
St.Gallen 1°C 7°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Bern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 1°C 10°C bewölkt, wenig Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 4°C 10°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen bewölkt, starker Regen
Lugano 5°C 11°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten