Bald ist die Gotthard-Röhre wieder dicht
publiziert: Donnerstag, 18. Jan 2007 / 16:49 Uhr

Sedrun GR - Die Arbeiten zur Abdichtung des Gotthard-Basistunnels können voraussichtlich Mitte Februar abgeschlossen werden. Danach wird der Vortrieb Richtung Süden wieder aufgenommen.

Im Abschnitt Sedrun kamen die Arbeiten bis September letzten Jahres programmgemäss voran.
Im Abschnitt Sedrun kamen die Arbeiten bis September letzten Jahres programmgemäss voran.
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Im Abschnitt Sedrun kamen die Arbeiten bis September letzten Jahres programmgemäss voran. Dann aber drang 1300 Meter unter der östlichen Talflanke des Stausees Nalps Wasser in die westlich gelegene der beiden Röhren.

Zunächst wurden 12 Liter pro Sekunde gemessen, danach stabilisierte sich die Menge bei rund acht Litern, wie die AlpTransit Gotthard AG in Sedrun den Medien darlegte. Um die wasserführende Zone zu erkunden, wurden vier Sondierbohrungen durchgeführt.

Ende November ist mit Injektionsarbeiten begonnen worden, um das Gestein abzudichten. Dazu wurden Bohrungen von insgesamt 3000 Metern Länge vorgenommen. In die Bohrlöcher wurden über 70 Tonnen Zement gepresst.

Zweite Injektionskampagne

Bis zum Unterbruch der Arbeiten über Weihnachten konnte der Zufluss auf 5 Liter pro Minute vermindert werden. Mit einer zweiten Injektionskampagne soll die Menge bis Mitte Februar weiter verringert werden. Erst dann kann der Vortrieb wieder aufgenommen werden.

Bei Tunnelbauten sei immer mit einer Entwässerung des Baugrunds zu rechnen, erläutern die Fachleute, auch bei tief liegenden Vortrieben. Durch den Wasserentzug schliessen sich im Fels Klüfte, was an der Oberfläche zu Verformungen führen kann.

Dieses Phänomen wurde auch beim Bau des Rawiltunnels an der Talsperre Zeuzier und beim Ausbruch des Gotthard-Strassentunnels beobachtet.

Oberstes Ziel

Die AlpTransit Gotthard AG bezeichnet es als oberstes Ziel, den Tunnelvortrieb so sicherzustellen, dass die darüber liegenden Talsperren nicht beschädigt werden.

Deshalb wurden nicht nur Felsabdichtungen vorgenommen, sondern auch ein automatisches System zur Überwachung der Stauanlagen Curnera, Nalps und Sta. Maria installiert.

(dl/sda)

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