Bald mehr Menschen in Städten als auf dem Land
publiziert: Mittwoch, 27. Jun 2007 / 15:29 Uhr

New York - Im Jahr 2008 wird es auf der Erde erstmals mehr Städter als Landbewohner geben. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen dürfte die Zahl der Städter dann bei 3,3 Milliarden oder etwas über 50 Prozent der Weltbevölkerung liegen.

In Asien und Afrika wird der Zuwachs am grössten sein.
In Asien und Afrika wird der Zuwachs am grössten sein.
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Der Anteil der Stadtbewohner wird noch schneller zunehmen. Bis 2030 erwartet das UNO-Bevölkerungsprogramm UNFPA bereits fünf Milliarden Stadtbewohner.

Der Jahresbericht 2007 mit den jüngsten Prognosen wurde am UNFPA-Hauptsitz in New York sowie in London und Berlin vorgestellt.

Danach kommt das Wachstum der Städte, bei gleichzeitigem Rückgang der Landbevölkerung, vor allem in Asien und Afrika zum Tragen.

Bevölkerung innert 30 Jahren verdoppelt

Dort wird sich die Stadtbevölkerung bis 2030 im Vergleich zum Jahr 2000 verdoppeln, heisst es im jüngsten UNFPA-Bericht.

In Asien dürfte der Anteil der Städter in diesem Zeitraum von derzeit 1,36 auf dann 2,64 Milliarden ansteigen, in Afrika von 294 auf 742 Millionen und in Lateinamerika sowie der Karibik von 394 auf 609 Millionen Menschen.

Kleinere Städte mit grösserem Zuwachs

Überraschend erleben kleinere Städte mit weniger als einer halben Million Einwohner den grössten Zuwachs, heisst es bei den UNO weiter.

Dagegen blieben Megacitys mit 10 Millionen und mehr Einwohnern deutlich hinter den Prognosen der 1970er Jahre zurück.

Diese Bevölkerungsexplosion werde schwer zu meistern sein, schreiben die Autoren.

Verstädterung als Chance

«Es werden vor allem die Armen sein, die in grossem Masse für das künftige städtische Wachstum sorgen werden.»

Der UNFPA erklärte jedoch Versuche, die Verstädterung durch Beschränkungen zu stoppen, für gescheitert.

Die Verstädterung müsse vielmehr als Chance für die wirtschaftliche Entwicklung gesehen werden, erklärte der Fonds.

Städte sorgen für Wachstum

«Seit Anbruch der Industrialisierung hat noch kein Land echtes Wirtschaftswachstum ohne den Ausbau seiner Städte erzielt», schreiben sie im Bericht.

Die Chancen, in einer Stadt weiter zu kommen, seien grösser als die auf dem Land.

(tri/sda)

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