Ban: Karadzic und Mladic sollen sich stellen
publiziert: Donnerstag, 1. Feb 2007 / 15:28 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 1. Feb 2007 / 15:45 Uhr

Den Haag - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, hat die mutmasslichen Kriegsverbrecher Radovan Karadzic und Ratko Mladic dazu aufgerufen, sich freiwillig dem UNO-Kriegsverbrechertribunal zu stellen.

Ban Ki Moo will der Straffreiheit von Kriegsverbrechen ein Ende bereiten.
Ban Ki Moo will der Straffreiheit von Kriegsverbrechen ein Ende bereiten.
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Es liege auch in ihrem eigenen Interesse, sich dem Gericht und seinem Urteil zu stellen, sagte Ban bei seinem Besuch in Den Haag. «Für den Frieden und den internationalen Wohlstand ist es entscheidend, dass der Straffreiheit von Kriegsverbrechen ein Ende bereitet wird.»

Zum voraussichtlichen Mandatsende des Kriegsverbrechertribunals in wenigen Jahren sagte Ban, ihm sei bewusst, dass die Richter frustriert darüber seien, dass sie ihre Aufgabe «wegen der Nicht-Kooperation und der Nichtverfügbarkeit der verfolgten Personen» nicht zu Ende bringen könnten.

Dies sei ein Thema für den UNO-Sicherheitsrat. Das Mandat des Tribunals zur Verfolgung von Kriegsverbrechern aus dem ehemaligen Jugoslawien läuft 2008 für Verfahren in erster Instanz aus, für Berufungsverfahren endet es 2010. Chefanklägerin Carla Del Ponte will ihr Mandat, das Ende September abläuft, abgeben.

Karadzic in Russland?

Einem Bericht der bosnischen Tageszeitung «Oslobodjenje» zufolge soll sich Karadzic in Russland versteckt halten. Dies belege ein abgehörtes Telefongespräch, das ins Ausland geführt worden sei, berichtete das Blatt unter Berufung auf einen Mitarbeiter des bosnischen Geheimdienstes (SIPA). Die russische Botschaft in Sarajevo dementierte die Meldung.

Der frühere bosnische Serbenführer Karadzic und der Befehlshaber der bosnisch-serbischen Truppen, Mladic, sind vor dem UNO-Tribunal in Den Haag wegen Verbrechen während des Bosnien-Kriegs von 1992-1995 angeklagt. Beide sind auf der Flucht.

Sie werden insbesondere für das Massaker von Srebrenica verantwortlich gemacht, bei dem im Juli 1995 fast 8000 Muslime getötet worden waren.

(fest/sda)

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