Ban Ki Moon: Olympischen Frieden einhalten
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 15:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2008 / 18:18 Uhr

Bonn - Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking hat UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon dazu aufgerufen, während der Dauer der Wettbewerbe weltweit alle Feindseligkeiten einzustellen.

Ban Ki Moon rief «all diejenigen, die Krieg führen» auf, den Olympischen Frieden einzuhalten. (Archivbild)
Ban Ki Moon rief «all diejenigen, die Krieg führen» auf, den Olympischen Frieden einzuhalten. (Archivbild)
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«Der Olympische Frieden ist das sichtbarste und unmittelbarste Zeichen der Zusammenarbeit zwischen der UNO und der Olympischen Bewegung», erklärte Ban laut einer am Dienstag in Bonn veröffentlichten Mitteilung.

Bei Olympia strebten nicht nur Athleten verschiedener Nationen gemeinsam danach, hervorragend zu sein, betonte der UNO-Generalsekretär. «Die wahre Leistung der Spiele besteht darin, dass sie die Menschheit in ihrem universellen Streben nach Gleichheit, Fairplay, Sportlichkeit, Toleranz und vor allem Frieden, vereint.»

Ban rief «all diejenigen, die Krieg führen» auf, den Olympischen Frieden einzuhalten. Die Olympischen Spiele werden am 8. August in Peking feierlich eröffnet.

China weist Kritik an Menschenrechtslage zurück

Unterdessen wies China die scharfe Kritik von Amnesty International an der Menschenrechtslage des Landes zurück. Die Menschenrechte in China hätten grosse Fortschritte gemacht, sagte der Sprecher des Aussenministeriums, Liu Jianchao am Dienstag.

Er forderte die Menschenrechtsorganisation auf, sich China näher anzusehen und «objektiv und gerecht» zu sein. Amnesty hatte den Olympia-Gastgebern vorgeworfen, ihr Versprechen gebrochen zu haben, die Spiele in Peking für die Verbesserung der Menschenrechte zu nutzen.

Verhaftungen, Hausarrest und «Säuberungen»

Mit Verhaftungen, Hausarrest und «Säuberungen» hätten die Behörden viele Menschenrechtler mundtot gemacht und sie von der Bildfläche verschwinden lassen, hiess es in einem Amnesty-Bericht. Die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) betriebene «Strategie der stillen Diplomatie» sei gescheitert.

Menschenrechtsgruppen verwiesen unter anderem auf das Beispiel der früheren Anwältin Ni Yulan. Ihr wird am nächsten Montag der Prozess wegen «Behinderung von Amtshandlungen» gemacht. Die 48-Jährige hatte sich für Opfer von Zwangsräumungen eingesetzt.

Ihr Mann Dong Jiqin nannte die Anklage «erfunden». Der Deutschen Presse-Agentur dpa sagt er: «Sie ist eine Menschenrechtsaktivistin, und sie tun ihr das an, weil sie Angst haben, dass ausländische Medien sie während der Olympischen Spiele kontaktieren.» Seiner Frau drohten zwei bis drei Jahre Jahre Haft.

Bis 2003 hatte Ni Yulan wegen der gleichen Anklage bereits ein Jahr in Haft gesessen. Nach ihren Angaben wurde sie damals von der Polizei so schwer misshandelt, dass sie heute nur noch an Krücken gehen kann. Nach ihrer Haftentlassung setzte sich Ni Yulan weiterhin gegen Zwangsräumungen ein.

Sie wurde auch diesmal in der Haft misshandelt, wie ihr Mann unter Berufung auf Ni Yulans Anwalt berichtete. Ihr seien die Gehhilfen weggenommen worden, so dass sie über den Boden zur Toilette kriechen müsse.

Bürgerrechtler inhaftiert

Im Vorfeld von Olympia hatten die Behörden bereits mehrere andere Bürgerrechtler inhaftiert, eingeschüchtert oder unter Hausarrest gestellt. Erst am Montag wurde bekannt, dass der Aktivist Ye Guozhu trotz Ablaufs seiner vierjährigen Haftzeit nicht freikommen wird, sondern in Untersuchungshaft genommen worden ist.

Die Kritik von Menschenrechtsgruppen an der Verfolgung von Andersdenkenden wies das Aussenministerium entschieden zurück. «Wer China kennt, wird dem nicht zustimmen», sagte der Sprecher des Aussenministeriums Liu Jianchao.

(dl/sda)

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