Ban äussert sich besorgt über Lage in Syrien
Ban Ki Moon warnt vor Eskalation an syrisch-türkischer Grenze
publiziert: Montag, 8. Okt 2012 / 12:39 Uhr
Es könnte zu einer Eskalation an der Osttürkischen Grenze kommen.
Es könnte zu einer Eskalation an der Osttürkischen Grenze kommen.

Strassburg - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat vor «schwerwiegenden Konsequenzen» der Eskalation der Gewalt an der türkisch-syrischen Grenze gewarnt. Die Lage in Syrien selbst habe ein «katastrophales Ausmass» erreicht, sagte Ban am Montag in Strassburg vor dem Weltforum für Demokratie.

4 Meldungen im Zusammenhang
Dies sei eine ernste Gefahr für die Stabilität der Nachbarländer Syriens und die ganze Region. Zwischen der Türkei und dem Nachbarn Syrien herrscht Hochspannung. Auch am Wochenende schlugen wieder Granaten aus Syrien auf türkischem Boden ein.

Die Türkei reagierte mit Vergeltungsschlägen. Am Montag blieben die Schulen in der südosttürkischen Grenzstadt Akcakale geschlossen. Wie die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, wurden die Schüler wieder nach Hause geschickt. In Akcakale waren vergangene Woche fünf Zivilisten von einer syrischen Granate getötet worden.

Angesichts wachsender Kritik an seiner Syrien-Politik verteidigte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan seine Haltung. Gemäss türkischen Medienberichten vom Montag erklärte Erdogan am Sonntag in Istanbul, ein Staat habe die Pflicht, sich notfalls auch auf einen Krieg vorzubereiten.

Die Opposition und regierungskritische Demonstranten hatten das von der Regierung vergangenen Donnerstag im Parlament durchgesetzte Mandat für einen Syrien-Einsatz der Armee scharf kritisiert.

Brahimi reist in die Region

Ban äusserte sich in Strassburg auch besorgt über die Waffenlieferungen an die syrische Regierung und die Opposition. «Ich fordere erneut die verantwortlichen Länder auf, diese Waffenlieferungen einzustellen», sagte er. «Die Militarisierung des Konflikts verschlimmert die Lage nur.»

Ban kündigte an, dass der UNO-Sondergesandte für Syrien, Lakhdar Brahimi, noch in dieser Woche erneut in die Region reisen werde. Er appellierte auch an die Mitgliedsländer der UNO, ihre humanitäre Hilfe für die Menschen in Syrien und die Flüchtlinge zu verstärken. Mehr als 300'000 Syrer seien bereits in die Nachbarländer geflohen. Angesichts des nahenden Winters seien grosszügigere Hilfen notwendig.

Am «Weltforum für Demokratie» nehmen bis Donnerstag rund tausend Teilnehmer aus fast 100 Ländern teil. Das Forum wurde vom Europarat organisiert.

Transport mit Kriegsverletzten beschossen

Aus Syrien selbst wurden am Montag erneut Kämpfe gemeldet. Nach Angaben von Aktivisten sollen Regierungstruppen in der Provinz Daraa einen Konvoi mit Kriegsverletzten angegriffen haben. Demnach starben 20 Menschen, als die Verwundeten ausserhalb der Ortschaft Al-Karak unter Beschuss gerieten.

Die Gegner von Präsident Baschar al-Assad berichteten weiter, die Provinzhauptstadt Daraa sei mit Panzergranaten beschossen worden. Diese Angaben konnten von unabhängiger Seite nicht überprüft werden. In Daraa hatte der Aufstand gegen Assad im März 2011 begonnen.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Amman/Ankara - Das türkisch-syrische Grenzgebiet kommt nicht zur Ruhe. Die türkischen Streitkräfte nahmen erneut ... mehr lesen
Istanbul - Nach einem Granatenangriff aus Syrien hat die türkische Armee am Samstagmorgen zurückgeschossen. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu meldete, eine aus Syrien abgefeuerte Mörsergranate sei in einem Feld im Grenzgebiet der Provinz Hatay detoniert. mehr lesen 
Das türkische Parlament gab grünes Licht für die Syrien-Intervention. (Archivbild)
Istanbul - Das türkische Parlament hat der Regierung und der Armee grünes ... mehr lesen 1
Aleppo/Damaskus/Istanbul/Brüssel - Das türkische Militär hat am Donnerstagmorgen seinen Angriff auf einen syrischen ... mehr lesen
Türkische Luftwaffe im Einsatz gegen IS.
Türkische Luftwaffe im Einsatz gegen IS.
IS-Vormarsch  Istanbul - Angesichts der türkischen Luftangriffe auf Stellungen der Arbeiterpartei Kurdistans hat der Präsident der autonomen Kurdenregion im Irak, Massud Barsani, die PKK zum Verlassen des Gebiets im Nordirak aufgefordert. 
Wieder drei türkische Soldaten bei Anschlägen getötet Istanbul - Bei einem Anschlag in der osttürkischen Provinz Agri sind ...
Vier Tote bei Gefechten zwischen türkischem Militär und PKK Istanbul - Bei Gefechten zwischen dem türkischen Militär und ...
«Ausgeschossen»  Bern - Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) hat eine Kampagne gegen die Rüstungsindustrie lanciert. Unter dem Motto «Ausgeschossen» ...  
Spurensicherung inklusive Jo Lang vor der RUAG.
Waffenexporte nehmen zu Bern - Die Schweizer Rüstungsindustrie läuft weiter auf Hochtouren: Im ersten Semester des laufenden Jahres haben die Exporte um ...
Wieder mehr Waffen wurden ins Ausland exportiert.
Titel Forum Teaser
  • LinusLuchs aus Basel 107
    Riesenzinggen? Es sei Ihnen überlassen, mit Dreck zu schleudern wie streitende ... gestern 11:34
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Grossbritannien handelt richtig. Den Engänder Ausländerfeinlichkeit vorzuwerfen ist ... gestern 11:09
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Im... Rahmen der nächsten grossen Auseinandersetzung werden die Israelis ... gestern 10:19
  • jorian aus Dulliken 1597
    Pro Todesstrafe & pro höhere Mehrwertsteuer? Ich weiss, dass Sie für die Todesstrafe sind. Ich weiss auch, dass ... gestern 05:14
  • Kassandra aus Frauenfeld 1413
    Unabhängige Schweiz! "Auch ein Gesuch nach Öffentlichkeitsgesetz bleibt erfolgslos. «Der ... Fr, 31.07.15 14:40
  • jorian aus Dulliken 1597
    Vision oder was? Wau wirklich Visionär Herr Hollande! Nur wie will das Frankreich ... Fr, 31.07.15 13:53
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3192
    Die... Verweigerung der Politik offen über negative Folgen der Immigration zu ... Fr, 31.07.15 11:17
  • Kassandra aus Frauenfeld 1413
    Ja, Bildung und Wohlstand wenn sie fehlen, wie beim Schäfchen, haben wir einen sogenannten ... Fr, 31.07.15 06:07
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 13°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Basel 10°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 13°C 23°C leicht bewölkt, wenig Regen sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 15°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Genf 14°C 28°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 16°C 27°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten