Ban Ki Moon fordert Konsequenzen für Verbrechen in Syrien
Ban ruft zur Unterstützung von Brahimi auf
publiziert: Montag, 10. Sep 2012 / 21:15 Uhr / aktualisiert: Montag, 10. Sep 2012 / 23:21 Uhr
Ban Ki Moon äusserte sein Bedauern darüber, dass der UNO-Sicherheitsrat in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten sei.
Ban Ki Moon äusserte sein Bedauern darüber, dass der UNO-Sicherheitsrat in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten sei.

Damaskus - In Syrien hat die Luftwaffe erneut Angriffe gegen die Handelsmetropole Aleppo geflogen. In Genf wiederum appellierte UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon an die internationale Gemeinschaft, alle Urheber von Kriegsverbrechen im Syrien-Konflikt vor Gericht zu stellen.

7 Meldungen im Zusammenhang
Ban bezog sich dabei explizit auf Verbrechen sowohl der Regierungstruppen als auch der syrischen Opposition. Beide Seiten hätten sich offenkundig entschieden, «eine Lösung durch Gewalt statt durch Dialog anzustreben», beklagte Ban am Montag bei der Eröffnung der 21. Sitzung des Menschenrechtsrates in Genf.

Ban äusserte sein Bedauern darüber, dass die Mitglieder des UNO-Sicherheitsrates in der Syrien-Frage nach wie vor gespalten seien. Umso wichtiger sei es, dass sich der UNO-Menschenrechtsrat ebenso wie die UNO-Generalversammlung in New York weiter für eine Lösung des Syrien-Konfliktes einsetze. Der 47 Mitglieder zählende Menschenrechtsrat solle in dieser Frage «unabhängig» vom Sicherheitsrat handeln.

Wie Ban drückte in Genf auch die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navi Pillay, ihre Sorge über Menschenrechtsverletzungen durch die Opposition aus - «einschliesslich Mord, willkürliche Hinrichtungen und Folter sowie die in letzter Zeit zunehmende Verwendung von Sprengsätzen».

Der syrische Gesandte reagierte positiv auf die Aussagen von Ban und Pillay. Er sei zufrieden, dass beide nicht nur die syrische Regierung für mutmassliche Menschenrechtsverletzungen verantwortlich machten.

Iran miteinbeziehen

Ban rief in Genf ausserdem zur Unterstützung des neuen Syrien-Sondergesandten von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, auf. Dieser begann am Montag in Kairo seine erste Vermittlungsmission in der Region. Er wisse, dass seine Mission «sehr schwierig» sei, sagte Brahimi nach Gesprächen mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Nabil al-Arabi.

Erneut kündigte Brahimi einen Besuch in Damaskus in den nächsten Tagen an. Ob er dabei Präsident Baschar al-Assad treffen werde, wisse er allerdings noch nicht.

In Kairo wollte Brahimi auch mit dem ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi sprechen, der zur Vermittlung im Syrien-Konflikt eine «Kontaktgruppe» aus Ägypten, der Türkei, dem Iran und Saudi-Arabien angeregt hatte. Das ägyptische Aussenministerium kündigte noch für Montag eine erste Sitzung der Gruppe auf Aussenministerebene an. Ziel sei es, in den wichtigsten Streitpunkten zu einem Konsens zu kommen.

Während vor allem Saudi-Arabien und die Türkei die syrischen Rebellen unterstützen, hat der Iran bislang eisern zum Assad-Regime gehalten.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Genf - UNO-Ermittler zur Aufklärung von Kriegsverbrechen in Syrien haben ... mehr lesen
Ein Treffen mit Assad sei laut Paulo Sergio Pinheiro von äusserster Wichtigkeit. (Archivbild)
Der Syrienbeauftragte der UNO, Lakhdar Brahimi, berichtete heute vor dem Sicherheitsrat über seinen Besuch in Syrien.
New York - Der neue internationale Syrien-Beauftragte, Lakhdar Brahimi, hat am Montag erstmals den UNO-Sicherheitsrat ... mehr lesen
Damaskus - Der neue UNO-Sondervermittler Lakhdar Brahimi hat sich in Syrien besorgt über eine Ausweitung des Konflikts ... mehr lesen
Lakhdar Brahimi hat einen Plan zur Beilegung des Syrien-Konflikts.
Genf - Die Schweiz hat am Montag ihren 10. Jahrestag in der UNO gefeiert. Am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York gab ... mehr lesen
Man müsse «noch mehr arbeiten, sich noch mehr für unsere Werte engagieren», so Burkhalter.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Vor zehn Jahren ist die Schweiz der UNO beigetreten.
Bern - Die National- und Ständeräte erwarten in der Herbstsession hohen Besuch: Zum zehnjährigen Jubiläum des ... mehr lesen 1
Genf - Alle Konfliktgegner im syrischen Bürgerkrieg morden, foltern und richten Menschen willkürlich hin, doch die ... mehr lesen 5
Der Bürgerkrieg in Syrien eskaliert immer weiter.
Der Attentäter habe der Nusra-Front angehört und sich an ...
Nusra-Front  Beirut - Ein Selbstmordattentäter eines Al-Kaida-Ablegers hat Beobachtern zufolge in der syrischen Stadt Aleppo mindestens 25 Menschen mit in den Tod gerissen. Der Attentäter habe der Nusra-Front angehört und sich an einem Aussenposten der syrischen Armee in die Luft gejagt. 
Gedenken an Anschläge von 2005  London - Zehn Jahre nach den Terroranschlägen in London mit 56 Toten hat Grossbritannien am Dienstag feierlich der Opfer gedacht. Premierminister David Cameron und Londons Bürgermeister Boris Johnson legten Kränze am Denkmal für die Anschläge im Londoner Hyde Park nieder.  
Titel Forum Teaser
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Nur... weil der Iran mal einen halben Schritt nach vorne getan hat, bedeutet ... heute 12:11
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Es... ist besser, die gehen, als dass sie hier bleiben. Die braucht keiner. ... heute 10:14
  • HeinrichFrei aus Zürich 383
    London 7/7 Bombing: Man hatte mit solchen Anschlägen gerechnet Am Dienstag wird mit einer Kranzniederlegung und einem ... gestern 20:09
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Man... bekommt immer mehr den Eindruck, das der Irrsinn und und die ... gestern 10:01
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Die... muslimischen Staaten haben die Menschenrechte unter den Vorbehalt der ... So, 05.07.15 15:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Wenn... man weiss, dass die türkischen Bozkurt einen Panturkismus von Europa ... So, 05.07.15 11:32
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    B. Netanjahu... warnt vor einem Atomdeal mit dem Iran aus klaren Gründen: Die ... So, 05.07.15 10:21
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3141
    Wie... einfach doch alles war. G.W.Bush hat mit seinem Einmarsch in den Irak ... Sa, 04.07.15 10:04
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 21°C 29°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Basel 19°C 31°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 23°C 32°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Bern 20°C 35°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Luzern 21°C 35°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Genf 21°C 37°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Lugano 25°C 32°C leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten