Bangladesch fordert Verbot des antiislamischen Videos
publiziert: Sonntag, 16. Sep 2012 / 10:26 Uhr

Dhaka/Kabul - Die Regierung von Bangladesch hat sich für das Verbot eines in den USA privat hergestellten antiislamischen Schmähvideos ausgesprochen. Kein Muslim könne eine Verunglimpfung des Propheten Mohammed tolerieren, sagte Ministerpräsidentin Sheikh Hasina am Sonntag in der Hauptstadt Dhaka.

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«Ich werde die Regierung der Vereinigten Staaten dazu anhalten, den umstrittenen Film zu verbieten und eine Bestrafung der Produzenten zu garantieren», sagte die Regierungschefin.

Bereits am Samstag hatte sie das Video scharf verurteilt und erklärt, die Anstachelung zum Hass könne nicht mit dem Recht auf Meinungsfreiheit gerechtfertigt werden. Etwa 90 Prozent der 160 Millionen Einwohner von Bangladesch sind Muslime.

Proteste in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt Kabul protestierten am Sonntag hunderte junge Menschen gegen den Film. «Tod für Amerika», skandierten die Demonstranten, bei denen es sich nach Polizeiangaben vorwiegend um Studenten handelte.

In der Nähe der Universität blockierten sie demnach eine Strasse. Die Polizei war nach eigenen Angaben mit einem Grossaufgebot von Beamten im Einsatz. Die Polizei gab die Zahl der Protestierenden mit 1500 an und sprach von einer «friedlichen Kundgebung».

In den vergangenen Tagen hatte es in der muslimischen Welt zahlreiche Demonstrationen gegen das Video gegeben, in dem unter anderem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. Viele von ihnen schlugen in Gewalt gegen westliche Botschaften um. In der sudanesischen Hauptstadt Khartum wurde am Freitag auch die deutsche Botschaft angegriffen und in Brand gesetzt.

(asu/sda)

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Petra D'Odorico ist PostDoc an der Professur für Graslandwissenschaften, an der ETH-Zürich.
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