Arbeiterschutz
Bangladesch stärkt nach Fabrikeinsturz Rechte von Arbeitern
publiziert: Montag, 15. Jul 2013 / 16:12 Uhr
Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, Gewerkschaften gründen zu dürfen.
Das neue Gesetz sieht unter anderem vor, Gewerkschaften gründen zu dürfen.

Dhaka - Als Konsequenz aus dem Einsturz eines Fabrikgebäudes stärkt Bangladesch die Rechte von Arbeitern. Das am Montag vom Parlament verabschiedete Gesetz sieht unter anderem vor, Gewerkschaften gründen zu dürfen.

3 Meldungen im Zusammenhang
Zudem wird ein Fonds gegründet, um die Lebensumstände von Arbeitern zu verbessern. Firmen müssen künftig fünf Prozent ihrer Gewinne verwenden, um Sozialleistungen für ihre Angestellten zu bezahlen. Zudem wurden die Rechte von Gewerkschaften und Gewerkschaftsmitgliedern gestärkt.

Beim Einsturz eines Fabrikgebäudes in der Nähe der Hauptstadt Dhaka waren im April 1132 Textilarbeiter umgekommen. Das Unglück hat in Bangladesch und auch im Ausland eine Debatte über die Arbeitsbedingungen und die Rechte von Arbeitern ausgelöst.

Die Textilindustrie des Landes beschäftigt vier Millionen Menschen und ist der grösste Devisenbringer des Landes. 60 Prozent der Exporte gehen in die Europäische Union, die dem armen Land Zollvergünstigungen einräumt und Bangladesch mit Sanktionen gedroht hatte, sollte die Lage der Arbeiter nicht verbessert werden.

Kritiker werfen der Regierung vor, mit den neuen Regeln nur das Ausland beruhigen zu wollen. Wichtige Punkte würden nicht behandelt. Die Regierung verhandelt zurzeit mit Unternehmen und Arbeitnehmervertretern über eine Anhebung des Mindestlohnes von 38 Dollar im Monat.

Die letzte Erhöhung gab es Ende 2010. Während der Mindestlohn damals fast verdoppelt wurde, sind grössere Steigerungen diesmal unwahrscheinlich. Fabrikbesitzer haben erklärt, sie könnten keine höheren Löhne zahlen, weil sich westliche Einzelhandelskonzerne an niedrige Textilpreise gewöhnt hätten.

(dap/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Dhaka - Drei Monate nach dem Einsturz einer Textilfabrik in Bangladesch mit mehr ... mehr lesen
Der Bürgermeister von Dhaka soll drei weitere Stockwerke auf die bereits vorhandenen sechs bewilligt haben. (Symbolbild)
Die USA möchte ihr eigenes Abkommen für mehr Sicherheit in den kommenden fünf Jahren ausarbeiten. (Symbolbild)
Washington - Angeführt von Walmart und Gap haben 17 Unternehmen aus den USA und Kanada ihr eigenes Abkommen für mehr Sicherheit in den Textilfabriken von Bangladesch angekündigt. Die ... mehr lesen
Dhaka - Gut zwei Monate nach dem Einsturz eines Textilfirmengebäudes in Bangladesch mit mehr als 1100 Toten sind am Sonntag rund 450 Beschäftigte einer anderen Textilfabrik schwer erkrankt. Sie mussten ins Spital eingeliefert werden. mehr lesen 
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Sehr geringe Mengen THC sind zulässig.
Publinews Hanf enthält über 80 Cannabinoide und über 400 andere Substanzen. Die wichtigsten Cannabinoide sind Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). mehr lesen  
Das Ausstellen einer Rechnung ist in der Schweiz rechtlich genau geregelt. Besonders Jungunternehmer und Startups sehen sich zu Beginn mit einer grossen Zahl verschiedener Anforderungen in diesem ... mehr lesen
Buchhaltung: Digital oder in Papierform?
Bildquelle: http://alphastockimages.com
Schiedsgericht-Entscheide nach UDRP bei der WIPO  Um unsere Kunden vor unliebsamen Überraschungen zu schützen, haben wir bei domains.ch begonnen ... mehr lesen  
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in ... mehr lesen  
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -2°C 3°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Basel -3°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -6°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Bern -4°C 4°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern -4°C 3°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Genf -2°C 6°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 0°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten