Kämpfe um Bani Walid sind beendet
Bani Walid unter Kontrolle der libyschen Übergangsregierung
publiziert: Mittwoch, 25. Jan 2012 / 22:48 Uhr
Bei Unruhen in der libyschen Wüstenstadt Bani Walid waren am Montag fünf Menschen getötet worden.
Bei Unruhen in der libyschen Wüstenstadt Bani Walid waren am Montag fünf Menschen getötet worden.

New York - Die libysche Wüstenstadt Bani Walid ist nach Angaben des Verteidigungsministers unter Kontrolle der Übergangsregierung. Das «Problem» sei «gelöst» worden, sagte Ussama Dschuili am Mittwoch bei einem Besuch in Bani Walid.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der Minister nannte die Kämpfe ein «internes Problem» zwischen «zwei Gruppen junger Leute». Es habe keine Kämpfe zwischen Revolutionären und Anhängern des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi gegeben. Eine der an den Kämpfen beteiligten Gruppen sei die Brigade des 28. Mai, die dem Verteidigungsministerium untersteht.

Bei den Unruhen in der ehemaligen Gaddafi-Hochburg waren am Montag fünf Menschen getötet worden. Vertreter der Stadt hatten gemeldet, Gaddafi-Anhänger hätten die Stadt eingenommen und die grüne Flagge aus Gaddafis Regierungszeit gehisst. Die Übergangsregierung in Tripolis hatte den Vorfall dementiert und erklärt, es handle sich um «interne Probleme» der Stadtbewohner.

Bani Walid war während des monatelangen Volksaufstandes eine der letzten Bastionen der Gaddafi-Anhänger. Wenige Tage vor dem Tod des früheren Machthabers Mitte Oktober nahmen Kämpfer des libyschen Übergangsrats die Stadt ein.

Keine Offensive erwartet

Die Vereinten Nationen rechnen nicht mit einer Offensive von Gaddafi-Anhängern. «Ja, es gibt Kämpfe und auch Tote. Aber das sind Scharmützel», sagte der Sondergesandte Ian Martin im UNO-Sicherheitsrat.

«Eine Offensive ist das nicht», sagte Martin in New York. Libyen brauche Sicherheit und Normalisierung und die neuen Kämpfe würden dies erschweren. Ein grösseres Problem sei aber die Enttäuschung vieler Menschen, etwa über die Lebensmittelknappheit

Auch die Kommunikation liege nach wie vor am Boden. «Die Menschen erwarten schnelle Erfolge. Aber dafür sind die Herausforderungen zu gross. Eine Zivilgesellschaft muss sich erst noch entwickeln», sagte Martin.

Grösste Sorge bereiteten nach wie vor Unmengen von Waffen, die es in Libyen gebe. «Gerade die Manpads (tragbare Raketen) müssen unter Kontrolle gebracht werden.» Experten fürchten, dass die Kleinstraketen in die Hände von Terroristen fallen, die damit Zivilflugzeuge bedrohen könnten.

(asu/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ex-Rebellen lancierten die Angriffe in Bani Walid. (Archivbild)
Tripolis - Bei Kämpfen zwischen Milizen sind in der libyschen Stadt Bani Walid 15 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere wurden verletzt. Milizionäre, die offiziell dem ... mehr lesen
Tripolis - Das libysche Justizministerium hat die Kontrolle über einige Gefängnisse im Land übernommen. Das teilte der stellvertretende Justizminister Chalifa Aschur am Sonntag mit, ohne eine genaue Zahl zu nennen. mehr lesen 
Bani Walid - Drei Monate nach dem ... mehr lesen
Gaddafi-Anhängern gelang es, die Kontrolle über die Stadt zu gewinnen. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in ...
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. mehr lesen 
Ministerpräsident kehrt zurück  Tripolis - Die von Islamisten dominierte Schattenregierung in der ... mehr lesen  
Mit der neuen Regierung unter Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch soll der Bürgerkrieg beendet werden.
In Tripolis wurde gestern ein TV-Sender gestürmt. (Archivbild)
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und ... mehr lesen  
Militäroperation am Dienstagabend  Tunis - Die tunesische Regierung geht weiter gegen Extremisten vor. Bei einer Militäroperation in der Nacht zum Mittwoch seien im Süden des Landes ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 4°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 5°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
St. Gallen 3°C 3°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Bern 2°C 5°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Luzern 4°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, wenig Schnee freundlich
Genf 1°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 6°C 10°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten