Barca-Trainer Rijkaard bereits unter Druck
publiziert: Mittwoch, 19. Sep 2007 / 00:05 Uhr

Ein «fantastisches Quartett» stimmt ins Konzert der Königsklasse ein. Die vier Titel-Mitfavoriten Manchester United, Arsenal, Inter Mailand und der FC Barcelona geben am Mittwoch in der Champions League ihre ersten Visitenkarten ab.

Barcelonas Trainer Frank Rijkaard spürt den Druck.
Barcelonas Trainer Frank Rijkaard spürt den Druck.
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Barça allerdings sorgt trotz seines Teams voller Ausnahmekönner derzeit eher für schiefe Töne. Bereits vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen den französischen Serienmeister Olympique Lyon, das vom Schweizer FIFA-Schiedsrichter Massimo Busacca geleitet wird, steht Trainer Frank Rijkaard unter Druck.

«Sorg endlich für eine Lösung, Rijkaard! Du hast alle Spieler bekommen, die Du haben wolltest. Aber das Spiel ist nicht besser geworden», schrieb die Zeitung «Sport» ungeduldig nach dem ernüchternden Saisonauftakt des Klubs, der letzte Saison auf der Zielgeraden noch die spanische Meisterschaft verspielt hatte.

In dieser Saison gelang dem Star-Ensemble der Katalanen in drei Partien erst ein Sieg -- trotz Ballkünstlern wie Ronaldinho, Lionel Messi und dem neu verpflichteten Top-Stürmer Thierry Henry. Die Stimmung sank nach dem 0:0 zuletzt in Osasuna auf den Gefrierpunkt.

Das Madrider Sportblatt «Marca» vermeldete, Rijkaards Zukunft hänge vom Ausgang der nächsten drei Pflichtspiele ab: «Klubchef Joan Laporta schliesst eine Entlassung des Trainers nicht mehr aus.» Über potenzielle Nachfolger wird aber noch nicht spekuliert.

Inter-Abwehr fällt aus

Unruhe herrscht auch bei Inter Mailand vor der Partie beim mittelmässig in die Saison gestarteten türkischen Meister Fenerbahce Istanbul -- die komplette Abwehr fällt aus. Marco Materazzi ist verletzt, Ivan Cordoba, Douglas Maicon und Nicolas Burdisso sind gesperrt. «Da mache ich mir schon Sorgen», bekannte Trainer Roberto Mancini.

Zumindest meldete sich kurz vor dem Abflug an den Bosporus der angeschlagene Verteidiger Walter Samuel wieder fit. Zudem schloss Coach Mancini wieder Frieden mit Alt-Star Luis Figo. Der eigenwillige Portugiese hatte dem Trainer die Auswechslung beim 2:0 gegen Catania arg verübelt -- und wütend in eine Werbeband getreten.

Alles andere als ein Spaziergang steht dem FC Arsenal bei der Begegnung mit UEFA-Cupsieger Sevilla bevor. «Das ist eines der besten Teams in Europa», lobte Trainer Arsène Wenger vom Premier- League-Spitzenreiter den Gegner. Für die Spanier ist es der erste Auftritt im Meistercup-Wettbewerb seit 1957.

ManU hofft auf Rooney

Manchester United setzt gegen Sporting Lissabon voll auf einen Rückkehrer: Stürmer-Star Wayne Rooney. Der englische Champion erzielte nämlich in den ersten sechs Meisterschaftsspielen erst vier Treffer.

Das soll nun der englische Internationale ändern, der sich jüngst nach einem Fussbruch früher als ursprünglich erwartet wieder genesen meldete. Am Samstag wurde er beim 1:0-Sieg über Everton aber noch geschont. «Ich würde alles dafür geben, endlich wieder spielen zu dürfen», sagte Rooney.

Rangers setzt auf Ligatitel

Schottlands Rekord-Champion Glasgow Rangers will seinen Fans gegen den deutschen Meister Stuttgart eine unvergessliche Fussball-Nacht bereiten. Doch ein Fest auf dem Rasen ist keineswegs gesichert -- denn sportlich ist die Champions League für die Rangers nur zweite Wahl. Alles wird der «Mission Meistertitel» untergeordnet, die Champions League gilt allenfalls als nette Abwechselung.

Viel wichtiger ist für die leidenschaftlichen Anhänger der Gewinn des 52. schottischen Meistertitels. Zuletzt durften sich die Rangers 2005 als nationale Champions feiern lassen, meist aber hatte in der jüngeren Vergangenheit Celtic die Nase vorn.

Auch ohne den in England erprobten Thomas Hitzlsperger (Zehenentzündung) will Stuttgart in Glasgow den Grundstein für ein glorreiches Gastspiel in der Champions League legen. «Ein Sieg wäre das passende Ergebnis, aber auch mit einem Remis könnte ich leben», sagte Trainer Armin Veh vor der Neuauflage gegen die Rangers und hofft auf einen Paradestart in die Königsklasse.

Topskorer Mario Gomez, der vor vier Jahren im Achtelfinal gegen Chelsea sein Profi-Debüt bei den Schwaben feierte, ist nach seinem grippalen Infekt voller Tatendrang: «Wir wollen unbedingt gewinnen, selbst wenn es ein dreckiges 1:0 in der 93. Minute ist.»

Magnin erkrankt

Allerdings musste Stuttgart vor dem verspäteten Abflug am Dienstag einen weiteren personellen Rückschlag einstecken. Der Einsatz von Ludovic Magnin ist zumindest in Frage gestellt. Wegen einer Magen-Darm-Grippe blieb der Schweizer Internationale vorsichtshalber zu Hause, der Aussenverteidiger soll aber heute dem Team nachfliegen.

(smw/Si)

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