Barça oder Real?
publiziert: Freitag, 26. Aug 2005 / 11:29 Uhr

Nachdem der Schiedsrichter-Streik abgewendet wurde, beginnt die Meisterschaft in Spanien programmgemäss am Wochenende. Gewinnt Barcelona oder Real Madrid den Titel?

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Bis am späten Mittwochabend war ungewiss, ob die spanischen Fans ihre Freizeit vorerst einmal ohne Fussball gestalten müssen. Nach zähen Verhandlungen mit dem Verband (RFEF) hatte sich die Vereinigung der Profiklubs zähneknirschend bereit erklärt, die Honorare der Unparteiischen um 20 Prozent zu erhöhen.

Die Einigung kostet die Vereine in der neuen Saison rund sechs Millionen Euro. Bisher hatten die Schiedsrichter in der Primera Division ein jährliches Fixum von 42 000 Euro sowie 1400 Euro pro geleitete Partie bezogen.

Damit kanns nun los gehen in der besten Liga der Welt. Die Jagd auf die beiden "Überflieger" Barcelona und Real Madrid ist eröffnet. Die einzige, allen Spaniern unter den Nägeln brennende Frage lautet heuer: Holt der Rekordmeister Real Madrid seinen dritten Stern für den 30. Titel oder muss "Barça" im Museum Platz für den 18. Pokal schaffen?

Nach vierjähriger Krise ohne Titelgewinn in den Achtzigerjahren sicherten sich die beiden spanischen Giganten seit 1984 zusammen 17 von 21 Trophäen. Einzig Atletico Madrid (1996), Deportivo La Coruña (2000) und Valencia (2002, 2004) vermochten in dieser Zeit in die Phalanx von Real Madrid (9 Titel) und Barcelona (8) einzubrechen.

Erster Titel für Barcelona

Vor der neuen Saison deutet alles auf einen Alleingang des Duos hin. Barcelona lag am Ende der letzten vier Punkte vor Real und satte 19 Punkte vor dem überraschenden Dritten Villarreal. Mit dem Gewinn des spanischen Supercups gegen Cupsieger Betis Sevilla hat der Meister seinen Anspruch auf erfolgreiche Titelverteidigung bereits wieder deutlich angemeldet.

Die Zuversicht der Katalanen ist berechtigt: Trainer Frank Rijkaard setzte auf Kontinuität, liess keinen seiner Schlüsselspieler ziehen und verstärkte gleichzeitig das Kader nochmals gezielt mit Johan Vogels ehemaligem Teamkollegen Mark van Bommel vom PSV Eindhoven sowie dem talentierten Flügelstürmer Santi Ezquerro von Bilbao.

Ebenso wichtig sind aber auch die Rückkehrer Henrik Larsen, Thiago Motta, Edmilson und Gabri nach langwierigen Knieverletzungen. "Wir sind fähig, alle Wettbewerbe zu gewinnen", zeigte sich Sportdirektor Txiki Beguiristain entsprechend selbstsicher.

Real investierte 60 Millionen

Das beeindruckende Potenzial des Erzrivalen vermag jedoch Real Madrid nicht zu beeindrucken. Rund 60 Millionen Euro wurden in neue Leute investiert. Allein der Brasilianer Robinho vom FC Santos, das meistumworbene Talent dieses Sommers, und Julio Baptista (Sevilla) kosteten Real zusammen rund 45 Millionen.

Beinahe die Hälfte dieser Summe soll allerdings in den nächsten Tagen aus Newcastle überwiesen werden, wenn der Rücktransfer von Stürmer Michael Owen nach England Tatsache werden soll. Bisher gingen lediglich 16 Millionen durch Verkäufe ein, obwohl mit Walter Samuel, Santiago Solari und Luis Figo (alle zu Inter Mailand) namhafte Cracks die spanische Hauptstadt verliessen.

Auch in Madrid rechnet man mit dem Gewinn des Triples (Champions League, Meisterschaft, Cup). "Es ist durchaus realistisch, alle drei Titel einzufahren", sagte Coach Vanderlei Luxemburgo. Bei soviel Machtgehabe dürfte es für die Konkurrenz schwer werden, etwas vom Kuchen abzuschneiden.

Am ehesten wird dies erneut den beiden Champions-League-Qualifikanten Villarreal und Betis sowie dem FC Sevilla zugetraut. Valencia, der Champions-League-Finalist von 2000 und 2001, UEFA-Cup-Sieger (2004) und zweifache Meister in den letzten vier Jahren hat am Mittwoch nahtlos an die völlig missglückte letzte Saison (7. Platz) angeknüpft, als es den letzten Europacup-Strohhalm im UIC-Final gegen den Hamburger SV nicht zu fassen bekam.

Nur Fabio Celestini

Einziger Schweizer Spieler in den 20 Teams der Primera Division ist erneut Fabio Celestini, der dank des Transfers von Absteiger Levante zu Getafe den Rückschritt in die Segunda Division vermeiden konnte.

Im Team von Bernd Schuster, der seinem Kader mit den Zuzügen des Serben Veljko Paunovic, des Rumänen Cosmin Contra und des Argentiniers Anibal Matellan einen internationalen Anstrich verpasste, hat sich der Ex-Lausanner aber noch keinen Stammplatz erkämpft. Celstinis früherer Trainer in Levante hat ihn für das Startspiel bei Espanyol Barcelona für die Ersatzbank vorgesehen.

Die Spiele der ersten Runde:
Samstag, 27. August, 20.00 Uhr Alaves - FC Barcelona. 22.00 Uhr: Athletic Bilbao - Real Sociedad, Valencia - Betis Sevilla.

Sonntag, 28. August, 19.00: Celta Vigo - Malaga, Espanyol Barcelona - Getafe, Mallorca - Deportivo La Coruña, Osasuna - Villarreal, Atletico Madrid - Saragossa, FC Sevilla - Racing Santander. 21.00: Cadiz - Real Madrid.

(René Baumann /Si)

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  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
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