Barças Klasse und Reals neue Strategie
publiziert: Samstag, 26. Aug 2006 / 00:02 Uhr

In der Primera Division ist ein hochklassiges Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid zu erwarten. Erstmals nach Jahren scheint Real auch der defensiven Stärke Gewicht beizumessen.

Die Monate vor dem Start zur Meisterschaft sind immer auch die Zeit der kühnen Versprechen und grossen Hoffnungen. Ronaldinho beispielsweise, der nach einer schwachen WM Imagekorrektur zu betreiben hat, denkt, «wir haben eine Mannschaft zusammen, mit der wir mindestens die zwei Titel aus der letzten Saison gewinnen müssten.»

Mit dem Gewinn des Supercups gegen Stadtrivale Espanyol und beim 4:0 im Test gegen Bayern München deutete Meister Barcelona zumindest an, dass er schon früh auf höchstem Niveau sein könnte. Die Neueinkäufe Lilian Thuram und Gianluca Zambrotta aus dem Turiner «Nachlass» sowie Javier Saviola (zurück von UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla) verlängern die Liste der Stars.

Coach Frank Rijkaard steht eine Equipe zur Verfügung, die jeden Kontrahenten zum Statisten degradieren kann. Kein Interesse an einer neuen Meister-Dynastie hat selbstredend Real Madrid. Der Verein mit dem Anspruch, königlich zu sein, denkt grundsätzlich in anderen Dimensionen. Nach drei Jahren ohne Trophäe steht der 30. Meistertitel im Zentrum der Zielsetzungen.

Situation bei Real

«Die Galaxie ist auf die Erde zurückgekehrt», überschrieb «El Pais» einen Artikel zur Situation bei Real. Die Journalisten haben die Kursänderung zur Kenntnis genommen. Der geradezu naive «Offensivwahn» der vergangenen Jahre, als sämtliche Millionen konsequent nur für die eine Seite der Mittellinie investiert worden waren, gehört (vorerst) der Vergangenheit an. Real engagierte mit Juves Coach Fabio Capello und dem Star-Innenverteidiger Fabio Cannavaro zwei der gegenwärtig wichtigsten Figuren des Weltfussballs.

Cannavaro führte Italien als Captain und unumstrittener Patron der Abwehr in Deutschland zum ersten WM-Titel seit 1982. Der leicht untersetzte Verteidiger von Juventus Turin bringt eine erhebliche Ration Charisma ins Team der Madrilenen.

Und wichtiger noch: Er wird das Bild der Defensive verändern. Mit ihm verfügt Real nun endlich auch vor dem eigenen Tor über einen Chef. Vor dem Weltmeister organisiert der Brasilianer Emerson das defensive Mittelfeld - und im Angriff veredelt Ruud van Nistelrooy, der langjährige Topskorer aus Manchester, das Team.

Celestinis Trainer Schuster glaubt an Barça

Hinter den Giganten hat sich ein starkes «Mittelfeld» formiert. Angeführt wird das Schattenkabinett von Valencia. Dem Champions-League-Teilnehmer gehörten die Schlagzeilen, als er für 25 Millionen Euro den 42-fachen spanischen Internationalen Joaquin von Betis Sevilla übernahm.

Nur Real hat für Lyons Mahamadou Diarra (26 Millionen Euro) vor dieser Saison für einen Spieler mehr Geld überwiesen. Im weiteren verstärken Fernando Morientes und Asier del Horno das Team. UEFA-Cup-Sieger FC Sevilla verlor zwar Stürmer Saviola, engagierte im Gegenzug aber Monacos Skorer Javier Chevanton und Schalkes Chef-Provokateur Christian Poulsen.

Im weiten Feld der Stars bewegt sich auch ein Schweizer: Fabio Celestini kämpft mit dem FC Getafe um den Verbleib im Mitteltableau der spanischen Liga. Trotz zahlreicher Wechsel will die Madrider Auswahl von Trainer Bernd Schuster Platz 9 der letzten Saison wiederholen. Schuster, einst auf dem Feld selber eine Ikone von Barcelona und Real, wähnt den Titelhalter leicht im Vorteil: «Barça hat das qualitativ bessere Kader.»

Interessant wird sein, wie sich Aufsteiger Levante auf höchster Stufe bewährt. Unter der Leitung des früheren Real-Trainers Juan Ramon Lopez Caro ist den Neunankömmlingen der Ligaerhalt durchaus zuzutrauen. Immerhin hat Levante auf dem Transfermarkt resolut zugepackt: Mit Frédéric Déhu (Marseille), Laurent Robert (Benfica Lissabon), Damiano Tommasi (AS Roma), Olivier Kapo (Juventus Turin) und Mathieu Berson (Aston Villa) wurden prominente Namen verpflichtet.

(smw/Si)

 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 7°C 11°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Basel 7°C 12°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
St. Gallen 6°C 8°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Bern 6°C 12°C stark bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen bewölkt, etwas Regen
Luzern 7°C 11°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, etwas Regen stark bewölkt, Regen
Genf 6°C 13°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig stark bewölkt, Regen bewölkt, etwas Regen
Lugano 12°C 14°C bewölkt, starker Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten