Barcelona gegen die englische Übermacht
publiziert: Montag, 27. Apr 2009 / 17:07 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 28. Apr 2009 / 12:41 Uhr

Die Champions League ist auf die Zielgerade eingebogen. In den verbleibenden fünf Partien steht - wie im Vorjahr - das Duell zwischen dem FC Barcelona und einer englischen Armada im Mittelpunkt.

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Die Geschichte wiederholt sich. Zum dritten Mal in Folge haben drei englische Teams die Halbfinals der Königsklasse erreicht. War es in den letzten beiden Jahren der FC Liverpool, der das Duo Chelsea/ManU ergänzte, so setzte sich heuer Arsenal auf die illustre Liste. Nach Milan 2007 vervollständigt nun Barcelona zum zweiten Mal hintereinander das Quartett, das diese und die nächste Woche die Finalisten ermittelt.

Dritter Titel im Visier

Die Spanier hoffen, im Gegensatz zu den letzten beiden Saisons der englischen Übermacht trotzen zu können. 2007 waren sie bereits in den Achtelfinals am FC Liverpool gescheitert, letztes Jahr war Manchester United Endstation in den Halbfinals.

«Für mich ist jetzt endlich der Zeitpunkt da, die Champions League zu gewinnen», sagt Lionel Messi, der sich seit Wochen einer Hochform erfreut und mit acht Toren das diesjährige Torschützenklassement der Champions League anführt.

Nach den Erfolgen 1992 und 2006 fühlen sich die Katalanen reif genug für den dritten Titelgewinn in der Königsklasse. Die Leistungen im bisherigen Saisonverlauf haben sie zum ersten Titelanwärter gemacht. «Wir spielen gegen die beste Mannschaft Europas, vielleicht sogar der Welt», zeigt Chelsea-Coach Guus Hiddink grossen Respekt vor den Spaniern mit ihrem leichtfüssigen, technisch hochstehenden Angriffswirbel.

Hiddinks Rezept

Der Holländer scheint aber bereits ein Rezept gefunden zu haben, wie er Barcelona in die Schranken weisen will. «Ich habe die Partie in Gedanken schon zweimal durchgespielt und nicht verloren.» Er wolle dem magischen Trio Lionel Messi, Samuel Eto´o und Thierry Henry mit Kraft und Härte entgegentreten. «Wir dürfen nicht abwarten, bis der Sturm losgeht. Wir müssen ihnen sofort wehtun.»

Zuversicht hat sich Hiddink bestimmt auch durch die Statistiken verschafft. Unter anderem durch die beiden Niederlagen der Spanier gegen englische Teams in den letzten zwei Jahren. Dann aber auch deshalb, dass Barcelona keines seiner letzten vier Heimspiele gegen englische Teams gewonnen hat.

Was macht die Abwehr?

Zudem haben die Katalanen in den letzten vier Europacup-Halbfinals vor eigenem Publikum jeweils kein Tor fertiggebracht. Wenn dann auch noch die Abwehr wie in den Gruppenspielen gegen den FC Basel (1:1) und Schachtjor Donezk (2:3) versagt, dann ist morgen Abend auch für Chelsea ein positives Ergebnis möglich.

Mit der Ankunft von Hiddink glaubt man inzwischen auch in London wieder daran, dass der seit Jahren anvisierte Titelgewinn in der Königsklasse möglich ist. Von 15 Pflichtspielen seit Februar hat der Nationalcoach Russlands mit Chelsea nur eines verloren.

Hiddink, der mit Holland (1998) und Südkorea (2002) die WM-Halbfinals erreicht hat, mit Australien (2006) nur ganz knapp in den Achtelfinals am späteren Weltmeister Italien gescheitert ist und im letzten Sommer Russland in den EM-Halbfinal geführt hat, soll den letztes Jahr unglücklich verlorenen Final gegen ManU vergessen machen.

Messi-Bewacher gesperrt

Sorge bereitet Hiddink einzig die Spielsperre von Ashley Cole, der auf Messi angesetzt worden wäre. Für ihn soll nun José Bosingwa die grossen Kreise des kleinen Argentiniers einschränken. Allerdings war der Portugiese zuletzt verletzt und stand er in den letzten fünf Wochen nur gerade 58 Minuten im Einsatz.

Barça-Coach Josep Guardiola hat da ganz andere Probleme. Er muss seinen Spielern den «Clasico», das Meisterschaftsduell vom nächsten Samstag gegen Real Madrid aus den Köpfen vertreiben. Nur so sind sie fähig, ihren unwiderstehlichen Hochgeschwindigkeitsfussball auf den Rasen des Nou Camp zu zaubern.

(tri/Si)

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