Barenboim und Cohen sagen Konzerte in Ramallah ab
publiziert: Dienstag, 14. Jul 2009 / 21:19 Uhr

Ramallah - Nach Boykottaufrufen palästinensischer Gruppierungen haben die weltbekannten Musiker Daniel Barenboim und Leonard Cohen geplante Konzerte in Ramallah im palästinensischen Westjordanland abgesagt.

Barenboim hatte die israelische Blockade des Palästinensergebiets kritisiert.
Barenboim hatte die israelische Blockade des Palästinensergebiets kritisiert.
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Der israelisch-argentinische Pianist Barenboim werde am Freitag bei einem Auftritt junger palästinensischer Künstler, die eine arabische Oper aufführen, nicht dirigieren, hiess es nach palästinensischen Angaben.

Der Auftritt Barenboims in Ramallah hatte heftige Debatten unter Palästinensern ausgelöst, die über Äusserungen des Musikers zur israelischen Militäroffensive im Gazastreifen zur Jahreswende erbost sind.

Barenboim hatte die israelische Blockade des Palästinensergebiets kritisiert. Er hatte jedoch betont, Israel habe das Recht, seine Bevölkerung gegen Raketen-Angriffe militanter Palästinenser zu schützen, aber nicht mit Gewalt.

Auch dem kanadischen Sänger Leonard Cohen hatten die Boykottgruppen zu verstehen gegeben, er sei in Ramallah nicht willkommen, solange er auch in Israel auftritt. Ein Konzert in Tel Aviv ist für den 24. September angesetzt, Cohen wollte es nicht absagen.

(smw/sda)

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