Appelliert
Barroso fordert Schweiz und Italien zu Lösung des Steuerstreits auf
publiziert: Freitag, 16. Mrz 2012 / 18:45 Uhr
Barroso appelliert an Italien und Schweiz.
Barroso appelliert an Italien und Schweiz.

Ispra - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat die Schweiz und Italien aufgefordert, ihren Steuerstreit beizulegen. «Ich ermutige die Schweiz und Italien eine gute Lösung zu finden», sagte Barroso am Freitag bei einem Besuch in Italien.

5 Meldungen im Zusammenhang
Eine Gruppe von italienischen EU-Parlamentariern sowie Abgeordneten aus der Lombardei hatten wegen der Probleme rund um die blockierten Quellensteuergelder dem EU-Kommissionspräsidenten einen Brief geschrieben. Darin forderten sie Barroso auf, das Problem auf EU-Ebene im Rahmen der bilateralen Beziehungen Schweiz-EU zu lösen.

Barroso verwies in seiner Antwort in Italien darauf, dass die EU-Kommission schon länger versuche, ein Mandat für Verhandlungen mit Drittstaaten, «inklusive der Schweiz», zu erhalten. Dabei geht es um ein Verhandlungsmandat, mit dem die EU-Kommission die Erweiterung der bilateralen Zinsbesteuerungsabkommen sowie den Informationsaustausch auf Anfrage (OECD-Standard) anstrebt. «Hier geht es allerdings um eine bilaterale Frage zwischen der Schweiz und Italien», fügte Barroso an. Natürlich könne die EU-Kommission das Problem aber anschauen. Er werde darüber mit Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf bei ihrem Besuch am nächsten Dienstag in Brüssel sprechen, erklärte Barroso.

Letzten Sommer hatte die Tessiner Regierung beschlossen, die Gelder aus der bei Grenzgängern erhobenen Quellensteuer einzufrieren und vorläufig nicht an Italien auszuzahlen. Das Geld soll so lange blockiert bleiben, bis Bern und Rom wieder über eine Revision des Doppelbesteuerungsabkommen verhandeln. Letzte Woche hiess es zu diesem Themenbereich beim Staatssekretariat für Internationale Finanzfragen, die Schweiz sei bereit für Verhandlungen mit Italien «zu allen offenen Steuerfragen». Einladungen zu Gesprächen seitens der Schweiz seien in der Vergangenheit am Zögern Italiens gescheitert.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Rom/Bern - Bei den Verhandlungen ... mehr lesen
Italiens Aussenminister Giulio Terzi. (Archivbild)
Eveline Widmer-Schlumpf wird von Mario Monti empfangen.
Rom - Bundespräsidentin Eveline ... mehr lesen
Bern - Die Schweiz kann mit Italien ... mehr lesen
Eveline Widmer-Schlumpf wird sich in den nächsten Tagen zu Gesprächen mit Mario Monti treffen.
Mario Monti.
Rom/Bern - Ein Steuerabkommen mit der Schweiz nach Vorbild der Abkommen mit anderen europäischen Ländern kommt für den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti nur unter einer Bedingung in ... mehr lesen
Brüssel - Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf trifft heute Dienstag die ... mehr lesen
Eveline Widmer-Schlumpf wird in Brüssel mit EU-Vorstehern unter anderem über die Steuern verhandeln.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich ... mehr lesen
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 10°C 20°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Basel 12°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
St. Gallen 10°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Bern 9°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 12°C 20°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Genf 10°C 24°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
Lugano 15°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten