Forderung des EU-Kommissionspräsidenten
Barroso will den Krisenfonds aufstocken
publiziert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 14:27 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 4. Aug 2011 / 23:50 Uhr
Scharfe Worte von Manuel Barroso.
Scharfe Worte von Manuel Barroso.

Brüssel - EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hat eine erneute Aufstockung des 440 Mrd. Euro schweren Krisenfonds EFSF ins Gespräch gebracht.

7 Meldungen im Zusammenhang
In einem am Donnerstag in Brüssel veröffentlichten Brief an die Staats- und Regierungschefs der 17 Euro-Staaten forderte Barroso die Regierungen zu einer «raschen Überprüfung aller Elemente des EFSF» auf. Die Regierungen müssten sicherstellen, dass der Fonds «über die Mittel verfügt, um Ansteckungsgefahren zu bekämpfen».

Eine Sprecherin Barrosos sagte am Donnerstag, mit «allen Elementen» sei auch die Finanzausstattung des bisher über ein Volumen von 440 Mrd. Euro verfügenden Krisenfonds gemeint. «Wir müssen überlegen, wie wir die Effizienz des EFSF und des (ab 2013 an dessen Stelle tretenden) ESM weiter verbessern können, um die derzeitige Ansteckung zu bekämpfen», schrieb Barroso.

Seine Sprecherin sagte jedoch: «Die Diskussion über die Grösse des Fonds hat keinerlei Bezug zu Italien oder Spanien, sondern ist Teil eines grösseren Nachdenkens über die Stabilität der Eurozone.

Zu wenig Wirkung

Barroso forderte die Regierungen auf, die Ratifizierung der Gipfelbeschlüsse zu beschleunigen. Zugleich warnte er vor zusätzlichen Forderungen nach zu strikten Vorbedingungen für die Hilfe des EFSF, ohne irgendeinen Mitgliedstaat namentlich zu nennen.

Barroso sagte, die Entscheidungen des EU-Sondergipfels vom 21. Juli über die Aufstockung der Finanzhilfen für Griechenland und über die Ausweitung der EFSF-Aufgaben hätten »nicht die beabsichtigte Wirkung auf den Märkten«.

Der Gipfel hatte beschlossen, dass der EFSF auch vorsorglich zur Unterstützung von Staaten tätig werden darf, dass er Anleihen von Banken aufkaufen und Kapitalhilfen an Banken geben kann. Die Märkte verwiesen bei ihrer Skepsis vor allem auf »die undisziplinierte Kommunikation und die Komplexität und Unvollständigkeit der Beschlüsse vom 21. Juli«, schrieb Barroso.

»Es ist klar, dass wir es nicht mehr nur mit einer Krise an der Peripherie der Eurozone zu tun haben«, mahnte Barroso die Staats- und Regierungschefs. Deswegen müssten die beschlossenen Massnahmen, vor allem die erweiterten Aufgaben des EFSF, »sehr rasch« wirksam werden.

 

 

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wien - Nach der Zustimmung von ... mehr lesen
Das Parlament in Wien sagt Ja zur Aufstockung des Rettungsschirms.
Angela Merkel hat für ihren Euro-Kurs Rückendeckung vom Bundestag bekommen.
Berlin - Der Deutsche Bundestag ... mehr lesen
Berlin - Angesichts der sich ... mehr lesen 2
Die beiden starken Euro-Länder auf gemeinsamem Kurs: Angela Merkel und Nicolas Sarkozy (Archivbild).
Silvio Berlusconi versucht Italien aus den Schulden zu heben.
Rom - Seine Rede zur Schuldenkrise ... mehr lesen
New York - An den Aktienmärkten regiert die Panik: Die wieder aufkeimende Furcht vor einer weltweiten Wirtschaftskrise führte am ... mehr lesen
Die Börsen reagieren nervös auf die Lage im Euroraum und den USA.
Weitere Artikel im Zusammenhang
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich eine antifaschistische Initiative «Torten für Menschenfeinde». mehr lesen  
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die Flüchtlingskrise als «globale Herausforderung» anerkannt und weltweites Wirtschaftswachstum als «dringende ... mehr lesen   1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Basel 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregen
Bern 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Luzern 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Genf 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 4°C 9°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten