Base-Jumping: Erneut drei schwere Unfälle
publiziert: Samstag, 2. Mai 2009 / 19:59 Uhr

Lauterbrunnen - Im Base-Jumper-Mekka Lauterbrunnen BE ist es am Freitag und Samstag erneut zu drei schweren Unfällen gekommen. Einer der verunfallten Base-Jumper kam relativ glimpflich davon, während sich die anderen beiden Risikosportler schwer verletzten.

Lauterbrunnen gilt wegen der steilen Felswände rund ums Dorf als Mekka für Base-Jumper.
Lauterbrunnen gilt wegen der steilen Felswände rund ums Dorf als Mekka für Base-Jumper.
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Zum ersten Unfall kam es laut der Berner Kantonspolizei am Freitagabend gegen 17.45 Uhr. Ein 34-jähriger finnischer Base-Jumper stürzte von der Mürrenfluh ab. Er wurde schwer verletzt ins Spital gebracht.

Tags darauf ereignete sich gegen 11.50 Uhr an derselben Stelle erneut ein Unfall: Ein 36-jähriger französischer Base-Jumper blieb nach dem Absprung unterhalb der Mürrenfluh in den Felsen hängen. Er musste von der Air Glacier mit einem Helikopter geborgen werden.

Weniger Glück hatte ein 23-jähriger Deutscher, den die Rettungskräfte bei der Bergung des Franzosen unterhalb der Mürrenfluh entdeckten. Der abgestürzte junge Mann musste mit schweren Verletzungen ins Spital gebracht werden.

Mekka für Base-Jumper

Lauterbrunnen gilt wegen der steilen Felswände rund ums Dorf als Mekka für Base-Jumper. Immer wieder kommt es dabei jedoch zu tödlichen Unfällen. Zuletzt starben am Wochenende vom 1. März zwei Base-Jumper im Berner Oberländer Ferienort.

Die Todesfälle lösten in Lauterbrunnen immer wieder Diskussionen über ein Sprungverbot aus. In jüngster Zeit gaben zudem besonders riskante «Proximity Flights» zu reden, bei denen die Base-Jumper mit einer besonderen Ausrüstung sehr nahe an einer belebten Restaurant-Terrasse vorbeisegelten.

(smw/sda)

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