Basel auf allen Ebenen europäisch top
publiziert: Donnerstag, 28. Aug 2008 / 15:09 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Aug 2008 / 16:02 Uhr

Der FC Basel hat es wieder geschafft. So glücklich die Qualifikation für die Champions League war, so verdient war sie auch. Und sie zeugt vom Aufstieg des FCB in die europäische Elite.

Gross: «Haben uns das Glück erzwungen».
Gross: «Haben uns das Glück erzwungen».
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«Wir haben uns das Glück erzwungen», sagte Christian Gross nach dem Spiel. Es dauerte fast 45 Minuten, bis der Basler Coach zur obligatorischen Medienkonferenz nach dem Spiel erschien. Er tat es verständlicherweise gelöst und in bester Laune. Vor dem Pressezentrum im St.-Jakob-Park feierten die FCB-Fans die zweite Qualifikation für die Gruppenphase noch immer ausgiebig. Basel brachte sich mit dem 2:1-Sieg im Rückspiel gegen Vitoria Guimaraes zurück auf die Landkarte des europäischen Spitzenfussballs.

Rund 20 Minuten vor Gross war Manuel Cajuda auf dem Podium und hatte vorgerechnet, dass eigentlich sein Team in der Champions League sein sollte. «Es gab in Portugal zwei umstrittene Szenen, und nun wurde uns ein reguläres Tor aberkannt», sagte der Coach enttäuscht. In der Tat dürfen sich die Portugiesen benachteiligt fühlen; es war eine ehrenvolle Niederlage, wie sie die Schweiz nicht selten in der Vergangenheit zu beklagen hatte.

Besseres Team und gesteigertes Prestige

Gross zeigte Verständnis für seinen Amtskollegen. Basel hatte sich das Glück allerdings letztlich auch erarbeitet. Nicht nur, weil es in beiden Partien gegen Guimaraes das bessere Team war, sondern auch, weil es in den letzten Jahren zu einer europäischen Grösse im Fussball geworden ist. Nicht selten beklagten Schweizer Vereine - oder auch die Nationalmannschaft zuletzt an der EURO gegen Tschechien - Fehlentscheide in heiklen Momenten. Aarau scheiterte vor Jahren unglücklich an Napoli oder der FC Zürich an der AS Roma und am sehr leicht fallenden Francesco Totti. Solches Glück ist auch Zeugnis des gesteigerten Prestige.

Basel sei in den beiden Spielen besser gewesen, hielt Gross fest. «Wir hatten in der Tat im Hinspiel Glück», sagte er. Franco Costanzo hätte jedoch keine entscheidende Parade zeigen müssen. Beim Penalty-Treffer war er mit den Fingerspitzen sogar noch am Ball gewesen, beim vermeintlichen Ausgleich machtlos. Ansonsten hatte der argentinische Captain einen äusserst geruhsamen Abend verbracht. Die Aktion von François Marque, die zum Penalty führte, bezeichnete Gross als «nicht sehr clever».

Disziplinierte Mannschaftsleistung

Von der disziplinierten Mannschaftsleistung sprach Gross im Zusammenhang mit dem erwähnten erzwungenen Glück. Sein Team habe den grösseren Siegeswillen gezeigt, befand der FCB-Trainer. «Angeführt von den Youngsters Derdioyk und Stocker war es eine fantastische kämpferische Leistung», resümierte er. «Aber wenn wir die Champions League gewinnen wollen, müssen wir uns spielerisch steigern. Und die wollen wir gewinnen», schob er mit einem Lächeln nach. Schnell stellte er jedoch wieder die realistischen Ziele in den Vordergrund: «Entscheidend ist, dass wir wieder Schweizer Meister werden und den Schweizer Cup gewinnen.»

An Aufgaben wachsen

Gross ist überzeugt, dass in der Gruppenphase der Champions League jeder Spieler an der Aufgabe wachsen wird. «Ich freue mich vor allem für die jungen Spieler. Sie verdienen diese Melodie und das gesteigerte Medieninteresse. Es zeigt, dass es sich lohnt, in der Vorbereitung intensiv und gezielt zu arbeiten», so Gross. «Aber in der Champions League müssen wir uns spielerisch besser durchsetzen.»

Der St.-Jakob-Park dürfte neue magische Europacup-Abende erleben. 30'002 Zuschauer sahen die Qualifikation am Mittwochabend im «Joggeli». Für die Gruppenspiele dürfte das Stadion, das für die EM auf fast 40'000 Plätze erweitert worden ist, an die Kapazitätsgrenze stossen. «Ich danke den Fans für die fantastische Unterstützung. Man hat die Kraft des FC Basel gespürt», sagte Gross weiter. Einige hundert Zuschauer, die noch im Stadion ausgeharrt und die Medienkonferenz des Trainers auf der Grossleinwand verfolgt hatten, applaudierten und schlossen sich den feiernden Fans vor dem Stadion an.

(Sascha Rhyner/Si)

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