Basel lanciert Familienpass
publiziert: Mittwoch, 1. Sep 2004 / 15:52 Uhr

Basel - Familien in der Nordwestschweiz können künftig von ermässigten oder kostenlosen Angeboten im Sport, in der Kultur anderen Bereichen profitieren. Möglich macht dies der erste Familienpass der Schweiz, der im November in der Region Basel lanciert wird.

Der Pass soll 30 Franken im Jahr kosten.
Der Pass soll 30 Franken im Jahr kosten.
Mit dem Familienpass, der pro Jahr 30 Franken kostet, sollen Familien unterstützt und finanziell entlastet werden, wie die Initianten vor den Medien in Basel sagten.

Getragen wird das Projekt von sieben kirchlichen, staatlichen, gemeinnützigen sowie privaten Institutionen, die auch den Hauptteil zum Jahresbudget von knapp 300 000 Franken beitragen.

Bisher haben rund 60 Partner aus den Bereichen Sport, Kultur, Freizeit, Ferien, Soziales und Konsum ihre Teilnahme am Projekt zugesichert.

Passinhaber, die vierteljährlich in einem Magazin über das Angebot orientiert werden, können etwa billiger ins Theater, ins Kino oder in den Zoo, mal gratis ins Schwimmbad oder auf die Kunsteisbahn.

Während es für den normalen Familienpass ausländische Vorbilder gibt, wird in der Region Basel mit dem zusätzlichen FamilienpassPlus ein Novum lanciert. Dieser bietet Familien mit kleinem Portemonnaie noch höhere Rabatte und enthält zusätzliche Angebote wie eine Familien-Ferienwoche für 100 Franken von der Reka.

Mit dem FamilienpassPlus wollen die Initianten verhindern, dass einkommenschwache Familien in die Isolation geraten, weil sie sich gesellschaftliche, sportliche oder kulturelle Aktivitäten nicht leisten können. Von den 70 000 Familien in der Nordwestschweiz sind nach Angaben der Initianten 12 000 armutsgefährdet oder -betroffen.

Die Initianten rechnen, dass innerhalb von vier Jahren 10 000 Familien in der Nordwestschweiz das neue Angebot nutzen, davon ein Viertel den FamilienpassPlus. Erwerben können den Pass sämtliche Familien, auch solche ohne Trauschein oder Einelternfamilien.

(fest/sda)

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