Basel wieder mit zwei der «Grossen Vier»
publiziert: Dienstag, 8. Mai 2012 / 18:26 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 8. Mai 2012 / 20:58 Uhr
Roger Federer ist wieder in Basel mit dabei.
Roger Federer ist wieder in Basel mit dabei.

Gut fünf Monate vor Turnierbeginn gaben die Organisatoren der Swiss Indoors in Basel (20.-28. Oktober) erste Nennungen bekannt. Mit Roger Federer (ATP 3) und Andy Murray (ATP 4) starten wieder mindestens zwei der ersten vier der Weltrangliste.

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Im letzten Jahr starteten zehn Akteure aus den ersten 20 der Weltrangliste in Basel. Und in der 42-jährigen Turniergeschichte fanden nur ganz wenige Top-10-Spieler nie den Weg nach Basel (Michael Chang, Pat Cash, Gene Mayer, Harold Solomon). Auch 2012 wird sich das Spielerfeld des teuersten und hochklassigsten Schweizer Sportanlasses sehen lassen können - auch wenn vorerst bloss vier Teilnehmer feststehen. Neben Federer und Murray reisen Vorjahresfinalist Kei Nishikori (ATP 17) und der Romand Stanislas Wawrinka (ATP 21) sicher ans Rheinknie. Der Japaner Nishikori sorgte vor einem Jahr in der St. Jakobhalle für Furore, als er mit dem Halbfinalsieg über den Weltranglistenersten Novak Djokovic den Traumfinal Federer - Djokovic platzen liess.

Speziell ist die Situation um Stanislas Wawrinka. Mindestens fünf Jahre lang befanden sich der Romand und das Basler Turnier im Dauerclinch, wobei es primär um Geld (Startgagen) ging. 2010 verzichtete Wawrinka sogar auf die Swiss Indoors und startete am Konkurrenzturnier in Valencia. Das alles ist nun nicht mehr aktuell: In diesem Frühjahr schlossen die Swiss Indoors mit Wawrinka einen Fünfjahresvertrag über gut 300'000 Franken bis 2016 ab. "Die permanenten Diskussionen um und mit Wawrinka haben uns Energie gekostet", räumte Turnierdirektor Roger Brennwald ein. "Mit dem Fünfjahresvertrag stellen wir uns hinter Wawrinka, unterstützen das Schweizer Tennis und hoffen, dass sich bei Wawrinka der Knoten löst."

Im Fokus steht in Basel aber primär Roger Federer - obwohl er erstmals seit acht Jahren nicht mehr solo das Turnierplakat ziert. Federer bestreitet sein erstes Einzel am Montag um 18.30 Uhr, eine Stunde nach der Eröffnungsfeier. Roger Brennwald rechnet damit, dass Federer die Gesetztenliste anführen wird, denn "Nadal und Djokovic wollen beide während der Basler Turnierwoche eine Pause einlegen". Federers grösster Herausforderer dürfte so Andy Murray sein, der vor sieben Jahren mit 18 zum ersten und bislang einzigen Mal in Basel spielte und dabei mit Siegen über Tim Henman und Tomas Berdych überraschte. Zu Ehren Murrays steht der Dienstag unter dem Motto eines "British Day".

500er-Status bis 2016 auf sicher

Die wichtigsten News seit dem letztjährigen Turnier erhielt Roger Brennwald von der Association of Tennis Professionals (ATP). Zum einen wurden die Swiss Indoors wegen des starken Franken-Kurses und des schwächelnden Euro gezwungen, das Preisgeld auf 1,934 Mio. Euro zu erhöhen. "Wir sind nicht stolz darauf, fast zwei Millionen Euro an Preisgeldern auszuschütten", so Brennwald, "aus unserer Sicht hätte es gerne etwas weniger sein dürfen." Um so mehr freute sich Brennwald über die zweite Nachricht von der ATP. Das Basler Turnier behält bis mindestens 2016 seinen Status als 500er-Turnier. Insbesondere London-Queen's, Halle und das Katar Open (Doha) hätten den Swiss Indoors gerne den Rang abgelaufen.

Finanziell steht der führende Schweizer Sportanlass weiter auf gesunden Beinen. Der erzwungene Abgang von Davidoff (wegen des Nikotin-Werbeverbots) erschwerte zwar die Rahmenbedingungen, dennoch ging die Rechnung auch im Turnier Nummer 1 nach Davidoff (2011) wieder auf. Der Gürtel musste nicht markant enger geschnallt werden. Im Vergleich zu 2010 reduzierte sich das Budget um rund eine Million auf gut 19 Mio. Franken - trotz mehr Preisgeld und höheren Startgagen an die Starspieler.

 

(fest/Si)

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