Basels Kampf gegen die Negativrekorde
publiziert: Dienstag, 9. Dez 2008 / 16:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 9. Dez 2008 / 17:39 Uhr

Heute abend verlässt der FC Basel die Bühne der Champions League. Gegen Sporting Lissabon geht es für ihn zuhause um die Siegesprämie von 1 Million Franken und darum, nicht als schwächstes Team der Königsklasse 2008 in die Geschichte einzugehen.

Gewinnen kann der FCB im St.-Jakob-Park ein wenig Prestige und 1 Million Franken für einen Sieg.
Gewinnen kann der FCB im St.-Jakob-Park ein wenig Prestige und 1 Million Franken für einen Sieg.
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Gewinnen kann der FCB im St.-Jakob-Park ein wenig Prestige und 1 Million Franken für einen Sieg. Sportliche Meriten liegen für ihn in der Champions League längst keine mehr bereit. Zu viel Geschirr hat er seit Mitte September mit seinem unbedarften Ritt durch Europa zerschlagen.

Aber er kann immerhin noch dagegen ankämpfen, eine Reihe von Negativrekorden aufzustellen, die gehörig am Glanz des Schweizer Meisters kratzen würden.

Dazu müsste der FCB gegen Sporting Lissabon mindestens ein Remis erreichen. Das ist schwer genug. Dreimal schon hat er in diesem Jahr gegen den Spitzenklub aus Portugal verloren. Trainer Christian Gross spricht deshalb davon, dass es «einen Exploit braucht. Ein Unentschieden wäre ein gutes Resultat. Ein Sieg wäre grandios.»

Stellenwert des Wettbewerbs

Verliert der FC Basel aber auch den vierten Vergleich gegen die «Leões» aus Lissabon, ist er mit nur einem Punkt aus sechs Spielen und einer Tordifferenz von mindestens -14 (auch) statistisch das schlechteste Team der Champions League in diesem Jahr (ausser Steaua Bukarest verliert sein Heimspiel am Mittwoch gegen Fiorentina mit mindestens sieben Toren Differenz).

Für einen Kampf gegen Negativrekorde wollte Gross sein Team aber nicht motivieren. «Ich streiche den Stellenwert des Wettbewerbs heraus. In der Champions League zu spielen, ist für jeden Spieler eine grosse Sache. Das ist eine Weltbühne. Das ist Motivation genug.»

Dank dem 1:1 in Barcelona bleibt dem FC Basel ohnehin der GAU erspart. Im bedauernswerten Nullerklub findet er keine Aufnahme. Er beendet die Champions League nicht wie Kosice (1997), Fenerbahce (2001), Spartak Moskau (2002), Anderlecht (2004), Rapid Wien (2005), Levski Sofia (2006) und Dynamo Kiew (2007) mit sechs Niederlagen.

Statistische Fallensteller

Statistische Fallensteller liegen dem FCB gegen Sporting dennoch fast überall auf der Lauer. Selbst der mit Titeln reich dekorierte Christian Gross könnte heute Abend von einem 13-jährigen Negativerlebnis eingeholt werden. 1995 beendete er seinen ersten von insgesamt vier Champions-League-Auftritten (mit GC) mit zwei Punkten (und 3:13 Toren). Es ist die bis heute schlechteste Bilanz eines Schweizer Vereins in der Glamour League.

Um dieses schwache Resultat der Grasshoppers zu übertreffen, benötigt der FCB gegen Sporting einen Sieg. Wie auch immer dieses Dekaden übergreifende Fernduell auf tiefem national-internationalem Niveau ausgeht -- es gibt Parallelen zwischen GC im Jahr 1995 und dem FCB im Herbst 2008.

Gross: «Ich hatte auch damals eine Mannschaft, die wachsen musste. Wir bezahlten auch mit GC in der Champions League Lehrgeld. Allein das Erreichen der Gruppenphase war für uns damals ein Exploit.»

Basel - Sporting Lissabon
Dienstag. -- St.-Jakob-Park, 20.45 Uhr. -- SR Allaerts (Be).

Voraussichtliche Aufstellungen:
Basel: Costanzo; Zanni/Morganella, Ferati, Marque, Safari; Ergic, Huggel; Carlitos, Perovic/Frei, Stocker; Streller. -- Abwesend: Abraham (verletzt). -- Fraglich: Zanni (Wadenprobleme).

Sporting Lissabon: Tiago; Pereirinha, Carriço, Polga, Caneira; Rochemback, Miguel Veloso, Vukcevic/Ismailow; João Moutinho; Derlei, Helder Postiga. -- Abwesend: Rui Patricio (gesperrt), Liedson, Romagnoli, Grimi (alle verletzt).

(Von Stefan Wyss/Si)

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