Basler Hooligans vom Gericht sanft angefasst
publiziert: Donnerstag, 6. Nov 2008 / 18:02 Uhr

Im Basler Hooligan-Prozess sind die letzten Urteile gesprochen worden. Die Richter haben alles andere als hart durchgegriffen.

Das Gericht sprach lediglich eine unbedingte Geldstrafe aus.
Das Gericht sprach lediglich eine unbedingte Geldstrafe aus.
5 Meldungen im Zusammenhang
Die übelsten zwei Randalierer erhielten bedingte Freiheitsstrafen von neun beziehungsweise zwölf Monaten. Drei weitere Angeklagte kamen mit Geldbussen davon. Wegen Krawallen beim Meisterschafts-Finale 2006 zwischen Basel und Zürich standen 26 Angeklagte vor dem Basler Strafgericht.

Zuletzt an der Reihe waren fünf junge Männer. Gegen zwei von ihnen stand mit «Gefährdung des Lebens» die schärfste Anklage im Raum. Ihnen wurde zur Last gelegt, sie hätten Tische und Bänke von der Terrasse vor dem Stadion auf den Vorplatz voller Menschen hinunter geworfen.

Einer der beiden bestritt als Einziger alle Vorwürfe; er sprach von einer Verwechslung. Der erstinstanzliche Einzelrichter glaubte ihm nicht und sprach mit 12 Monaten bedingt die Höchststrafe aus.

Der zweite «Tischwerfer» erhielt neun Monate. Laut dem Richter war es reiner Zufall, dass bei der skrupellosen Tat niemand erschlagen wurde. Die drei anderen Hooligans wurden Geldbussen belegt - zweimal bedingt und einmal unbedingt. Letzterer erhielt mit 210 Tagessätzen auch die höchste Geldstrafe aller Angeklagten.

(ht/Si)

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Gerichte - überhaupt noch sinnvoll
Wäre Jemand dabei gestorben, hätten die Gerichte anders urteilen müssen. Beinahetodefälle müssen doch härter bewertet werden.
Gerichte können nicht mehr ernst genommen werden
Einmal mehr hat das Gericht gezeigt dass man für extreme Gewalttaten in diesem Land nicht mehr zur Rechenschaft gezogen wird. Bedingte Geldstrafen oder bedingte Gefängnisstrafen sind lächerlich und haben überhaupt keine Wirkung. Unsere rot-grünen Richterchen die wir hier gewählt haben schlagen sich mit diesen Urteilen auf die Seite der Randalierer
was ist hier falsch
Ein Soldat der ein Hemd zerreisst kriegt ein unbedigte Gefängnisstrafe. Ein Terrorist der vorsätzlich Leib und Leben vieler Menschen gefährdet kommt mit einer bedingten Strafe davon. Der Begriff "Verhältnismässigkeit" ist wohl in der Juristerei nicht bekannt.
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