The Countdowns mit neuer CD im Gepäck
Basler Kult-Band sucht professionellen Manager
publiziert: Mittwoch, 31. Mai 2000 / 12:20 Uhr

Basel - "Das Geheimnis des Erfolges ist Ehrlichkeit, wer sie vortäuschen kann, ist ein gemachter Mann." Sagt eine irische Kaufmannsregel, die auch in der Pop-Welt Gültigkeit hat. Früher gab es knallharte Pop-Verkäufer die diese Maxime voll drauf hatten. Die Countdowns fragen sich, ob es diese Sorte Manager überhaupt noch gibt.

Die Basler Band The Countdowns, immerhin die dienstälteste noch aktive Rock-Gruppe der Region, hat eine neue Live-CD im Gepäck. Sie haben sich mit dieser Produktion von der "Band Of The Sixties" zur modernen Rock-Gruppe gewandelt. Die CD ist sauber produziert und zeigt die Countdowns von ihrer besten Seite: modern, dynamisch und musikalisch aktuell. Handwerklich ist die Band sowieso über jeden Zweifel erhaben. Sie haben in der aktuellen Besetzung mit Thomas Moeckel einen der besten Jazz-Rock-Gitarristen der Schweiz im Repertoire. Am Schlagzeug sitzt mit Mike Turtle ein gestandener Profi-Musiker, der mit allen Wassern gewaschen ist. Er wird rhyhtmisch kongenial ergänzt durch Hans-Peter Feuz. Schliesslich bleibt noch - last but not least - der Sänger und Gitarrist Claude Pfau.
Was der Truppe, jetzt eigentlich nur noch fehlt, ist ein cleverer Manager, der den Verkauf übernimmt. "Man kann sich ja selbst schlecht anbieten", meint Hans-Peter Feuz ganz richtig. Zumal die Countdowns, nach über 30jähriger Show-Business-Erfahrung auch nicht mehr in Jubelschreie auszubrechen pflegen, wenn irgendein Hundsverlocher-Veranstalter sie für ein Butterbrot in irgendeine obskure Turnhalle verpflichten will.
Deshalb wäre ein professionelles Management schon herzlich willkommen, damit der Qualität der Musik ein ädaquater Verkauf gegenübersteht. Und die Countdowns denken mit etwas Wehmut an die wilden Zeiten damals in den 60ern zurück, als auch in Basel noch Manager mit wirklich originellen Ideen die Szene bestimmten. Die älteren Rock-Fans mögen sich zweifellos noch eta an Hans-Ruedi Jaggi erinnern, der die Stones, Jumi Hendrix und Muhammad Ali ins Hallenstadion brachte. Oder mit den Slaves eine wilde Band aus Österreich unter Vertrag hatte und diese Jungs dazu verpflichtete, nur englisch zu reden, damit er sie als Liverpooler ausgeben konnte. Das waren noch Hypes von richtigem Pop-Kaliber.
In selbiges Kapitel gehört auch die aussergewöhnliche Geschichte des damaligen Countdowns-Manager Werner Kestenholz. Er hat eine andere Basler Gruppe beim Schweizer Fernsehen dadurch kokett ausgebootet, dass er bei DRS anrief und kurzerhand erklärte: "Die Dynamites haben sich aufgelöst, sie sollen doch anstelle dieser Truppe seine Countdowns im TV auftreten lassen." Der Coup hat prächtig funktioniert und der umtriebige Mann hat seiner Truppe auch noch gerade den ersten Schweizer Plattendeal in England vermittelt.
Kaum zu glauben, dass es in diesen Tagen keine Manager von ähnlicher Gerissenheit mehr geben soll.
Wer sich von den Qualitäten der Countdowns überzeugen will, hat am 16. Juni im Gundeldinger Casino Gelegenheit dazu. Die Band spielt zusammen mit den Sauterelles an der "Liverpool Night" im Rahmen der Buchvernissage des Buches "Als die Haare länger wurden" im Gundeldinger-Casino. Anfangs September sind die Countdowns in den Langen Erlen und im Dezember wieder im AlpenRock House in Zürich zu sehen.

(news.ch)

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Felix Steinbild
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