Basler Trinkwasser wird ab März mit Aktivkohle gefiltert
publiziert: Mittwoch, 23. Jan 2008 / 22:21 Uhr

Basel - Alles Trinkwasser für die Stadt Basel und weitere Gemeinden der Region wird ab März vorsorglich mit Aktivkohle gefiltert. Grund sind Chemikalienspuren, die jetzt auch im zweiten der beiden Trinkwassergewinnungsgebiete gefunden worden sind.

In Basel ist nun das ganze Versorgungsgebiet betroffen.
In Basel ist nun das ganze Versorgungsgebiet betroffen.
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Die Industriellen Werke Basel (IWB) teilten mit, dass sie ab März ihr Trinkwasser mit einem Aktivkohlefilter aufbereiten werden. Schon im Dezember hatte der Baselbieter Kantonschemiker die gleiche Massnahme für das Trinkwasser der Hardwasser AG aus der Hard bei Muttenz BL verfügt.

Grund für die Anordnung des Kantonschemikers waren erhöhte Werte von chlorierten Butadienen im Wasser der Hardwasser AG. Inzwischen stellten die IWB fest, dass die Spurenstoffe auch in ihrem Trinkwassergewinnungsgebiet Lange Erlen bei Riehen BS vorkommen. Damit ist nun ihr ganzes Versorgungsgebiet betroffen.

Das Filtern sei eine vorsorgliche Massnahme, hielten die IWB fest: Vorgebeugt werden solle einem Vertrauensverlust der Konsumenten. Eine akute Gesundheitsgefährdung bestehe jedoch nicht, sagte ein IWB-Sprecher auf Anfrage.

Nach wie vor unklar und umstritten ist die Herkunft der Verschmutzungen. So ging Greenpeace bisher von einem Zusammenhang mit alten Chemiemülldeponien aus; der Baselbieter Kantonschemiker vermutet mögliche Ursachen im Rheinwasser.

(dl/sda)

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