Bauernverband distanziert sich nach Stiefelattacke
publiziert: Sonntag, 25. Okt 2009 / 20:43 Uhr

Bern - Nach der Stiefelattacke auf Bundesrätin Doris Leuthard distanziert sich Bauernpräsident Hansjörg Walter von der Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre. Die Stiefelwerfer repräsentierten die Bauern nicht. Zudem habe er die Organisatoren der Käseolympiade vor Aktionen gewarnt.

Laut Hansjörg Walter repräsentiert Uniterre die Schweizer Bauern nicht. (Archivbild)
Laut Hansjörg Walter repräsentiert Uniterre die Schweizer Bauern nicht. (Archivbild)
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Der Schweizerische Bauernverband (SBV) habe nichts mit Uniterre zu tun, sagte SBV-Präsident Hansjörg Walter auf Anfrage.

Uniterre sei nicht Mitglied im Verband. «Mit ihrer Aktion repräsentieren die Stiefelwerfer die Schweizer Bauern nicht», sagte Walter.

Zudem habe man die Organisatoren der Käseolympiade im jurassischen Saignelégier vor möglichen Aktionen gewarnt, sagte Walter weiter.

Dies deshalb, weil der Austragungsort von früheren Störaktionen her bekannt sei. So war etwa der ehemalige Bundesrat Christoph Blocher 2005 am Marché Concours ausgepfiffen worden.

«Unmuts» in der Landwirtschaft

SVP-Nationalrat Hansjörg Walter bezeichnet die Stiefelattacke als «Spitze eines grossen Unmuts» in der Landwirtschaft, der unter anderem im tiefen Milchpreis wurzle.

Landwirtschaftsministerin Doris Leuthard (CVP) war am Freitag an der Käseolympiade in Saignelégier von Dutzenden Bauern mit Stiefeln beworfen worden. Sie buhten die Volkswirtschaftsministerin aus und störten ihre Rede. Leuthard wurden von Leibwächtern mit Schirmen und von Polizisten beschützt.

Die Bundesrätin konnte ihre Rede wegen der Aktion der Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre nicht zu Ende bringen.

(bert/sda)

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