VBS suspendiert Bau von Armeeantenne
Baustopp für Moléson-Antenne
publiziert: Freitag, 23. Sep 2011 / 13:15 Uhr / aktualisiert: Freitag, 23. Sep 2011 / 19:20 Uhr
Der Moléson liegt am nordwestlichen Rand der Alpen.
Der Moléson liegt am nordwestlichen Rand der Alpen.

Bulle - Der Bau einer Armeeantenne auf dem Moléson ist vorerst auf Eis gelegt: Das Verteidigungsdepartement VBS entschied am Freitag, die Bauarbeiten zu suspendieren und die «Optimierung des Projekts» zu prüfen.

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Der Entscheid sei in Absprache mit dem Freiburger Baudirektor Georges Godel getroffen worden, heisst es in der VBS-Mitteilung. Die Montage der Antenne war für den 27. September geplant. Durch die Suspendierung verschieben sich die Arbeiten laut VBS ins nächste Jahr.

Auf Anordnung vom Oberamtmann des freiburgischen Greyerzbezirks, Maurice Ropraz, waren die Bauarbeiten an der Antenne bereits am Freitagmorgen unterbrochen worden. Die Kantonspolizei erschien auf der Baustelle, worauf die Arbeiter diese verliessen.

Entscheid des Bundes ungültig

Ropraz wirft dem VBS vor, die kantonalen und kommunalen Behörden zwar über den Bau der 40 Meter hohen Antenne informiert, sie aber nicht in die Planung miteinbezogen zu haben. Das VBS schreibt in seiner Mitteilung, das Armeegesetz sehe für den Bau einer solchen Antenne ein nichtöffentliches Baubewilligungsverfahren vor. Lokale und kantonale Behörden würden dabei nur beschränkt miteinbezogen.

Ropraz hatte verlangt, dass die Sachlage neu beurteilt werde. Der Entscheid des Bundes zum Bau sei mangelhaft und deshalb ungültig, sagte er. Nach dem Entscheid des VBS zeigte er sich auf Anfrage «sehr glücklich», dass es nun zu Gesprächen komme. Die Verordnung des Baustopps zieht er aber dennoch nicht zurück. Er wolle nun erstmal die Reaktion des VBS abwarten, sagte er.

Erinnerungen an Mont Tendre

Es ist nicht das erste Mal, dass das VBS auf Proteste gegen den Bau einer Antenne reagieren muss. Im Februar hatte das VBS auf den Bau einer 25 Meter hohen Antenne auf dem Mont Tendre im waadtländischen Jura verzichten müssen. Das Waadtländer Kantonsparlament, eidgenössische Parlamentarier und Umweltverbände hatten die Gerichte angerufen.

Der Mont Tendre ist mit 1679 Metern eine der letzten unverbauten Juraanhöhen. Im Unterschied zum Moléson liegt er in einem Naturpark und ist im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung aufgeführt.

(bg/sda)

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