Beachvolleyball: WM-Halbfinals ohne Schweizer Beteiligung
publiziert: Freitag, 17. Okt 2003 / 22:16 Uhr / aktualisiert: Freitag, 17. Okt 2003 / 22:34 Uhr

An der Beachvolleyball-WM in Rio de Janeiro bedeuteten die Viertelfinals Endstation für die verbliebenen Schweizer Duos. Patrick Heuscher/Stefan Kobel und die Laciga-Brüder verloren gegen starke Gegner und klassierten sich im geteilten fünften Rang.

Stefan Kobel und Patrick Heuscher sind an der WM ausgeschieden.
Stefan Kobel und Patrick Heuscher sind an der WM ausgeschieden.
Wenn am Montag die neue Weltrangliste veröffentlicht wird, dürfte es den Verantwortlichen des nationalen Volleyball-Verbandes fast die Tränen in die Augen treiben. Hinter zwei brasilianischen Duos rangieren Paul und Martin Laciga als Dritte (bisher), Patrick Heuscher/Stefan Kobel rückten vom neunten auf den vierten (!) Rang vor.

Die Differenz zu den im Sechzehntelfinal gescheiterten Sascha Heyer/Markus Egger beträgt bereits 298 Punkte. Vor der WM lagen Heuscher/Kobel noch 22 Punkte hinter ihrem ärgsten Widersacher um das zweite Olympia-Ticket.

Gegen das erst seit rund einem Monat zusammenspielende US-Duo Daxton Holdren/Stein Metzger boten die Schweizer Meister Heuscher/Kobel allerdings eine zerfahrene Partie und konnten zu keinem Zeitpunkt an ihre Glanzvorstellung aus der Runde zuvor anknüpfen.

"Vor allem im Service und im Sideout haben wir nicht gut agiert", sagte Heuscher. Symptomatisch war der letzte Ball im Spiel, den Blockspieler Heuscher mit einem Sprungservice ins Netz hämmerte. "Wir haben schwach angefangen, aber dann sehr athletisches und aggressives Beachvolleyball gespielt", resümierte der Thurgauer.

Lacigas "zu wenig locker"

Paul und Martin Laciga schlossen die WM mit einer Leistung ab, die symptomathisch für den Turnierverlauf war. Im Viertelfinal unterlagen die Weltranglisten-Dritten den unmittelbar vor ihnen klassierten Brasilianern Benjamin/Marcio Araujo in 44 Minuten mit 14:21, 20:22. Die Lacigas spielten eineinhalb Sätze lang "verkrampft", wie es Martin danach formulierte. "Wir waren schon das ganze Turnier nicht locker."

Erst in der Schlussphase des zweiten Durchgangs vermochten sich die Herausforderer gegen die Lokalmatadoren besser in Szene zu setzen. Beim Stande von 14:16 brachte Paul Laciga das Publikum mit provokanten Gesten gegen sich auf, in der Folgezeit hätten die Lacigas in der heissen Atmosphäre fast noch den Satzausgleich geschafft.

Martin Laciga wertete Platz fünf als "das Optimum für die Form, die wir hatten." Zudem habe eine günstige Konstellation im Turnierverlauf das Überleben erleichtert: "Wir hatten hier einige Gegner, die nicht gemerkt haben, dass wir zu schlagen sind", so der jüngere der Laciga-Brüder ironisch.

An der Copacabana haben die Schweizer Duos, die sich neben den überraschenden Portugiesen Maia/Brenha als einzige Europäer für die Viertelfinals qualifizierten, eine gute Visitenkarte für Athen 2004 hinterlegt. An den Olympischen Spielen gehören unsere "Sandhasen" -- neben einem guten Dutzend weiteren Spielern -- zu den Medaillenanwärtern.

Rio de Janeiro. Männer-WM. 4. Tag. Achtelfinals:

Paul Laciga/Martin Laciga (Sz) s. Ramon Hernandez/Raul Papaleo (Puerto Rico) 21:19, 25:23. Patrick Heuscher/Stefan Kobel (Sz) s. Julien Prosser/Mark Williams (Au) 21:16, 21:19. Daxton Holdren/Stein Metzger (USA) s. Björn Berg/Simon Dahl (Sd) 21:19, 21:12. Benjamin/Marcio Araujo (Br) s. David Klemperer/Niklas Rademacher (De) 21:16, 21:16. Ricardo/Emanuel (Br) s. Eric Fonoimoana/Kevin Wong (USA) 21:12, 22:20. Maia/Brenha (Por) s. Jörre Andre Kjemperud/Vegard Hoidalen (No) s. 24:22, 13:21, 15:11. Fred/Brazão (Br) s. Christoph Dieckmann/Andreas Scheuerpflug (De) 35:33, 21:19. Dain Blanton/Jeff Nygaard (USA) s. Harley/Franco (Br) 16:21, 21:14, 15:13.

Viertelfinals: Holdren/Metzger s. Heuscher/Kobel 23:21, 21:18. Benjamin/Marcio Araujo s. Laciga/Laciga 21:14, 22:20. -- Laciga/Laciga und Heuscher/Kobel im geteilten 5. Rang.

(tr/Si)

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