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Beckhams Penalty nahm Argentinien den Atem
publiziert: Freitag, 7. Jun 2002 / 15:56 Uhr / aktualisiert: Freitag, 7. Jun 2002 / 20:37 Uhr

Seoul - Penalty oder kein Penalty? Die Meinungen nach Beckhams entscheidendem Elfmetertor divergierten auch bei Fachleuten. Tatsache ist, dass England mit dem 1:0 in Sapporo erfolgreich Revanche an Argentinien für das Penalty-Out vor vier Jahren nahm.

Argentiniens Goalgetter Gabriel Batistuta im Kopfballduell mit Sol Campell.
Argentiniens Goalgetter Gabriel Batistuta im Kopfballduell mit Sol Campell.
Die brisante Szene im Sapporo-Dom ereignete sich in der 44. Minute. Liverpools leichtfüssiger Starstürmer Michael Owen hatte den Argentinier Mauricio Pochettino ausgetanzt und ging im Strafraum zu Boden. Der düpierte Verteidiger von Paris St-Germain liess sein Bein stehen, über das der leichtgewichtige Owen stürzte. Wurde er von Pochettino aus dem Gleichgewicht gebracht oder sogar leicht berührt? TV-Bilder in Zeitlupe aus verschiedenen Optiken erlauben kein einwandfreies Urteil. Der italienische Schiedsrichter Pierluigi Collina stand zehn Meter neben der entscheidenden Szene und entschied ohne zu Zögern auf Penalty. David Beckham nahm Anlauf und wuchtete den Ball mitten ins Tor. Die Erleichterung war dem "Spice-Boy" anzusehen.

Für den Star von Manchester United war der Sieg über Argentinien eine besondere Genugtuung. 1998 wurde er im WM-Achtelfinal gegen Argentinien nach der Pause für ein dämliches Nachtreten an Diego Simeone vom Platz gestellt. In seiner Heimat wurde Beckham zum Sündenbock gestempelt und als "Idiot" verhöhnt. Jetzt hat er sich endlich revanchieren können.

Aber auch England als Team hat sich rehabilitiert und mit seinem treuen Anhang versöhnt. Der Weltmeister von 1966 hat sich im fünften WM-Duell gegen den Erzrivalen verdientermassen für die Penalty-Niederlage in Frankreich revanchiert. Zwar waren die Briten in den letzten zehn Minuten fast stehend K.o., doch zuvor beeindruckten sie durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit, ihre defensive Stabilität und die gefährlichen Konterangriffe.

Englands Triumph war vor allem ein taktischer Sieg. Der schwedische Trainer Sven-Göran Eriksson riskierte nichts. Er wählte eine sehr defensive Spielweise. Gegen die doppelte englische Mauer fanden Argentiniens Solisten keine Lücke. Und was aufs Tor kam, war beim 39-jährigen Goalie-Oldie David Seaman sicher aufgehoben. "Wir spielten 75 Minuten hervorragenden und intelligenten Fussball", befand Englands Coach. "Meine Akteure zeigten viel Einsatz und spielten mit viel Herz. Die Reaktion auf die harschen Kritiken nach dem Startspiel blieben nicht aus."

Die Briten besassen wohl weniger Spielanteile, verzeichneten aber die besseren Torchancen. So traf der schnelle und von der Dreierabwehr der Südamerikaner kaum zu kontrollierende Michael Owen Mitte der ersten Halbzeit nur den linken Pfosten. Und der eingewechselte Teddy Sheringham (36) verpasste nach dem powervollen Start zur spielerisch besseren zweiten Halbzeit das 2:0 zwei nur knapp.

Der Klassiker beinhaltete zunächst wenig Fussballspektakel. Er wurde durch Intensität, Härte in den Duellen und Nervosität geprägt. Die Briten überliessen dem Favoriten bewusst die Spielgestaltung und zogen sich geschickt in die eigene Hälfte zurück. In dieser wurden die Räume umso enger geschlossen, je näher sich die Argentinier dem Strafraum näherten. Die Südamerikaner, bei denen Veron als Spielgestalter nicht auf Touren kam und durch den weit auffälligeren Aimar ersetzt wurde, scheiterten an ihrer Einfallslosigkeit. Batistuta wurde gut kontroliert und kam nur zu einer einzigen Torchance. Kily Gonzalez beklagte mit einer wuchtigen Direktabnahme Pech, und Pochettinos Kopfstoss stoppte der sichere Seaman. Es war indes äusserst schwer, überhaupt Lücken in der kompakten Abwehr der Briten zu finden, die beherzt und erfolgreich in manche Zweikämpfe stiegen.

Argentinien steht nun in seinem letzten Gruppenspiel genau so unter Siegesdruck wie Weltmeister Frankreich. Die Südamerikaner müssen den neuen Gruppenleader Schweden am 12. Juni bezwingen, wenn sie sicher die Achtelfinals erreichen wollen, ist doch davon auszugehen, dass England in seinem Schlussspiel mindestens ein Unentschieden gegen Nigeria erreicht.

Argentinien - England 0:1 (0:1)

Sapporo Dome (Jap).

35 927 Zuschauer. -- SR Collina (It). - Tor: 44. Beckham (Foulpenalty) 0:1.

Argentinien:

Cavallero; Pochettino, Samuel, Placente; Zanetti, Simeone, Sorin; Ortega, Veron (46. Aimar); Batistuta (60. Crespo), Kily Gonzalez (64. Claudio Lopez).

England:

Seaman; Mills, Ferdinand, Campbell, Ashley Cole; Beckham, Hargreaves (19. Sinclair), Butt, Scholes; Owen (80. Bridge), Heskey (56. Sheringham).

Bemerkungen: Argentinien ohne Ayala (verletzt). 24. Pfostenschuss von Owen. Verwarnungen: 13. Batistuta, 29. Ashley Cole (beide Foul), 50. Heskey (Unsportlichkeit).

(kil/sda)

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