Bedenkliche Gase bei Energiesparlampen
publiziert: Montag, 18. Apr 2011 / 17:30 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Apr 2011 / 17:48 Uhr
Gefährliche Gase und ein Entsorgungsproblem: Gar nicht Öko.
Gefährliche Gase und ein Entsorgungsproblem: Gar nicht Öko.

Hamburg - Energiesparlampen geben beim Leuchten einem Test zufolge bedenkliche Gase ab. Untersuchungen hätten ergeben, dass die Lampen im Betrieb womöglich krebserregende Dämpfe freisetzten, berichtete der Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Montag.

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In einem zertifizierten Labor liess der Sender nach eigenen Angaben eine Auswahl Energiesparlampen überprüfen. Die Tester hätten dabei in den Lampen «einen ganzen Cocktail an giftigen Substanzen» ausfindig gemacht, teilte der NDR mit. Besonders bedenklich sei, dass alle untersuchten Lampen im Betrieb die gefährlichen Substanzen an die Umgebung abgäben, zitierte der Sender einen Sachverständigen für Innenraum-Schadstoffe.

Ein Hersteller habe bereits reagiert, und angekündigt, «den Einbringungsweg der genannten Stoffe zurückzuverfolgen», berichtete der NDR weiter. Sie könnten möglicherweise von Klebstoffen und Einzelkomponenten der Lampen herrühren.

Umweltbundesamt überprüfte

Am Montag nahm sich das Umweltbundesamt der Sache an und gab eine erste Einschätzung der Untersuchungsergebnisse ab: Tatsächlich seien in den getesteten Energiesparlampen Stoffe aufgetaucht, «bei denen ein krebserregendes Potenzial nicht ausgeschlossen werden kann».

Das seien die Substanzen Phenol, Naphtalin und Styrol. Darüber hinaus fänden sich in den Lampen nachweislich Aromate, die reizend auf Schleim- und Bindehäute wirkten.

«Keine gesundheitlichen Gefahren»

In der zitierten Überprüfung liessen die Tester ausschliesslich neue Lampen drei Tage lang brennen. Dass die neuen Lampen beim Brennen Gase verlieren, sei dabei «zu erwarten» gewesen, erklärte das Umweltbundesamt. Von der Konzentration, in der die Schadstoffe aus den Energiesparlampen entwichen, seien dabei aber «keine gesundheitlichen Gefahren» ausgegangen, betonte die Behörde.

Seit September 2009 werden in der EU und auch in der Schweiz in den Ladenregalen die herkömmlichen Glühbirnen schrittweise durch Energiesparlampen ersetzt. Bis zum Jahr 2012 sollen die alten Birnen komplett vom europäischen Markt verschwunden und durch die energiesparenden Nachfolger ersetzt sein.

(fest/sda)

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Sehr wichtig zu wissen ist...
.... dass beim Fernsteher, wie bei den meisten Geräten, zur Herstellung mehr Energie gebraucht wird, wie nachher im Betrieb. Darum find dich die Austauschprogramme im Namen des Umweltschutzes immer so schön.
1 Jahr früher entsorgen und alles hat rein gar nichts gebracht.
Hallo Politiker
Jetzt wollen Schweizer Politiker von Links bis Rechts die Energiesparlampen verbieten.

Jetzt wo es dafür zu spät ist.

Wollen diese lieben Mitmenschen nur Punkte für die nächsten Wahlen sammeln?
Nachweisgrenzen
Das Problem von heutigen Analysemethoden ist, dass diese geringste Stoffmengen findet, wovon Chemiker früher nur geträumt haben.
na schön...
...ich nehme es zurück...das mit der Propaganda. Wenn wir schon so freundlich zueinander sind ausnahmsweise.

Ich mag Schafe schliesslich, auch wenn Sie keines sind :)

Zu LED:
Ich habe meinen Plasma TV durch einen Samsung LED TV ersetzt 2009 und den Zweitfernseher (LCD) ebenfalls durch einen LED Samsung.
Habe ausserdem Bettlampen LED und auch sonst noch einige LED Lämpchen in den Decken im Haus.
Das kann man nur unterstützen. Vor allem beim TV macht es Sinn.
Der Plasma war ehrlich gesagt die reinste Standheizung. Plasma TV sollten abgeschafft werden.
ich mache nie...
Propaganda. Jedenfalls nicht, wenn es um ernste Themen geht, die über den Kohlehydratgehalt eines Diätjoghurts hinausgehen. Alles, was ich "behaupte" ist nachprüfbar.
Trotzdem danke für die Anerkennung - wenigstens auf kleinem Niveau.
Zustimmung 2
meine Güte, hilfe....jedes Wort ist richtig, und keine Propaganda oder Atomlobbygelabere.

Das bedeuted ja, ich stimme überein mit Ihnen....uhh...gleich implodiert das Universum...
Zustimmung
Na so was, da sind wir ja der selben Meinung!
LED-Lampen
...die light-emitting-diode ist auf jeden Fall die bessere Wahl und unter den sogenannten Kalt-Lichtern die Lösung, die dem Lichtspektrum von warmem Licht (durch Hitze zum Leuchten gebrachte Stoffe) am nächsten kommt (bzw. kommen kann).
Im Unterschied zu den mit Quecksilber und anderen giftigen Metallen belasteten Sparlampen produzieren LED (im deutschen Leuchtdioden genannt) keine Dämpfe und bilden auch überhaupt keine Gefahr, wenn sie mal kaputt geschlagen werden.
Ein gutes Produkt, dass viel zu leise daherkommt. Wenn Sie nix dagegen haben, werde ich diese mal ein wenig bewerben - zumindest in dem bescheidenen Rahmen, der mir möglich ist.
Freundliche Grüsse
Dumpfer Aktionismus
Einmal mehr, dumpfer Aktionismus in einem medial aufgeheizten Klima. Waldsterben, Tempo 80 auf Autobahnen und nun diese giftigen Glühlampen. Es wird Zeit, dass endlich auch bei den Fundis etwas Vernunft einkehrt, weil ansonsten wirklich wichtige Umweltschutzanliegen auf der Strecke bleiben. Im Moment wird mit unserer Natur und dem Glauben an deren Schutz einfach nur billigster Wahlkampf betrieben. Ein verhängnisvoller Fehler.
Das war schon lange bekannt
Vergleich der Vorschaltplatine
Die LED Birne kommt nicht ohne eine Vorschaltplatine aus. Aber zum Vergleich zur ESL ist die wesentlich kleiner. Habe mir mal die Mühe gemacht und beide fotografiert. Beide Lampen geben fast gleich viel Licht. Nachzusehen hier: http://eledron.de/export/led-spar.jpg Gruss eLEDron
.
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