Bedingte Geldstrafen für Fussballrowdies in Basel
publiziert: Donnerstag, 25. Jun 2009 / 20:48 Uhr

Basel - Wegen Angriffs auf ein Tram vor dem Champions-League Qualifikationsspiel FC Basel gegen Göteborg in Basel im August 2008 hat das Basler Strafgericht drei Männer zu bedingten Geldstrafen von 150 respektive 200 Tagessätzen verurteilt.

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und brachte die Lage damals schnell unter Kontrolle. (Archivbild)
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor Ort und brachte die Lage damals schnell unter Kontrolle. (Archivbild)
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Rund eine Stunde vor Matchbeginn hatten knapp 50 Personen auf dem Karl Barth-Platz ein Tram der Linie 14 mit schwedischen Fans angegriffen. Die Polizei, die von der Sache Wind bekommen hatte, war mit einem Grossaufgebot vor Ort und brachte die Lage schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, das Tram konnte jedoch nicht weiterfahren.

Die drei Angeklagten machten geltend, sie seien zufällig vor Ort gewesen. Dies glaubte ihnen der Gerichtspräsident jedoch nicht. Zwei Angeklagte bestritten eine Beteiligung an der Attacke auf das Tram.

Als Einzelrichter sprach der Gerichtspräsident alle drei der Störung von Betrieben, die der Allgemeinheit dienen, und des Landfriedensbruchs schuldig. Beim Angeklagten, der einen Stein gegen das Tram geworfen hatte, kam ein Schuldspruch wegen versuchter einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand hinzu.

Der Angeklagte, der den Stein geworfen hatte, erhielt 200 Tagessätze à 30 Franken aufgebrummt. Für die beiden anderen gab es 150 Tagessätze à 80 respektive 105 Franken. Das Strafmass entspricht dem Antrag der Anklage.

In der mündlichen Urteilsbegründung betonte der Gerichtspräsident, dass das Verschulden der drei im Vergleich zu anderen Hooligan-Fällen als recht schwer einzustufen sei.

(smw/sda)

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