Bedingte Strafe für Totschlag mit Bügeleisen
publiziert: Montag, 6. Sep 2010 / 17:18 Uhr
Heimtückische Waffe: Das Bügeleisen.
Heimtückische Waffe: Das Bügeleisen.

Olten SO - Eine 43-jährige Frau, die vor sieben Jahren im Streit ihren Ehemann mit einem Bügeleisen erschlagen hat, muss nicht ins Gefängnis. Das Amtsgericht Olten-Gösgen SO verurteilte die Täterin am Montag wegen Totschlags zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 22 Monaten.

Die Ehefrau habe in einer heftigen Gefühlbewegung gehandelt, sagte die Gerichtspräsidentin in den Erläuterungen. Allerdings habe die Frau die Grenzen der erlaubten Notwehr überschritten. «Die Art der Tat war brutal gewesen», sagte sie.

Mit dem Urteil folgte das Amtsgericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft Solothurn. Das Gericht setzte sich aus drei Frauen zusammen. Auch die Anklage wurde von einer Frau vertreten. Die Verteidigerin hatte auf Freispruch plädiert.

Die Verurteilte wurde für schuldig befunden, in der Nacht auf den 23. März 2003 ihren Ehemann im Schlafzimmer der gemeinsamen Wohnung in Schönenwerd SO getötet zu haben. Tatwerkzeuge waren ein Bügeleisen und ein Trainingsgerät.

Seit Jahren Eheprobleme

Die Täterin hatte dem 38-jährigen Schweizer mindestens zehnmal mit dem Bügeleisen und anschliessend mit dem Steppgerät auf den Kopf geschlagen. Der Lastwagenfahrer erlitt 33 Quetschwunden am Scheitel und am Hinterkopf. Er starb durch äusseres Verbluten. Die Frau rief die Polizei selbst an.

Hintergrund des blutigen Dramas waren langjährige Eheprobleme. Bei der Einvernahme vor Gericht hatte die zierlich wirkende Frau in der vergangenen Woche erzählt, sie habe Angst vor ihrem Mann gehabt. Er habe wiederholt gedroht, sie und die vier gemeinsamen Kinder umzubringen. Am Abend der Tat hatte sie den Geschlechtsakt abgelehnt.

Freispruch für Helfer

Vom Amtsgericht Olten-Gösgen freigesprochen wurde ein 39-jähriger Schweizer. Er war wegen Gehilfenschaft zu vorsätzlicher Tötung angeklagt gewesen. In der Tatnacht hatte er den Streit schlichten wollen.

Er hielt das spätere Opfer im Schlafzimmer fest. Bei der Rangelei schlug die Ehefrau unvermittelt mit dem Bügeleisen zu. Damals wohnte der Schweizer zusammen mit der Schwester der verurteilten Frau im gleichen Haus in Schönenwerd. Die Freundin war auf dem Lärm aufmerksam geworden.

(fest/sda)

möglich wär's
Und ob ich wohl deshalb mit lauter männlichen Kollegen arbeite?
Daran hab ich gar nicht gedacht
Zickenkrieg. Das hat ich glatt vergessen.

Ob Calmy sich deshalb gegen noch mehr Frauen im Bundesrat ausspricht?
Nicht ganz richtig, lieber Martin und kubra
aber unterhaltsam zu lesen waren Ihre Beiträge schon. Meistens sind allerdings Frauen gegenüber anderen Frauen viel strenger und kritischer als gegenüber Männern. Diese "Frauenrunde" hätte ebenso gut zum Nachteil der Angeklagten ausgehen können.

http://www.ulistein.de/cartoons-taeglich-neu-humor.html
Ohne uns
macht's auch den (meisten) Frauen weniger Spass im Leben.

Aber hat schon was. Das beginnt im Kindergarten und geht weiter in der Schule.
Knaben und junge Männer werden in ihrer schulischen Laufbahn immer mehr nur von Frauen unterrichtet.
Wär gut, wenn die Kids mehr männliche Rollenbeispiele bekommen würden.

Da der Bundesrat aber seine Vorbildrolle eh schon lange abgegeben hat, seh ich das in dem Zusammenhang weniger tragisch.
Frauen an der Macht
Hey Männer, wacht auf, hier wird den Frauen ein Freipass für eure Elimination ausgestellt.
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