Bedingte Strafen für Randalierer
publiziert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 17:09 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 18. Mai 2005 / 17:48 Uhr

Genf - Fünf G-8-Randalierer sind vom Genfer Polizeigericht zu bedingten Gefängnisstrafen verurteilt worden.

In Genf kam es zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen.
In Genf kam es zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen.
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Zwei weitere an den Ausschreitungen rund um den G-8-Gipfel vom Juni 2003 beteiligte Jugendliche wurden freigesprochen.

Die Verurteilten waren alle in unterschiedlichem Grad an den Ausschreitungen in Genf beteiligt gewesen. Die härteste Strafe kassierte ein bereits wegen Diebstahls vorbestrafter 22-Jähriger, der auch wegen Plünderung zu vier Monaten bedingt verurteilt wurde. Zudem muss er zwei geschädigten Geschäften 1500 Franken zahlen.

Bedauern

Die fünf Verurteilten bedauerten ihre Taten vor Gericht. Sie wiesen darauf hin, dass sie von der Menge mitgerissen worden seien. Einer der Jugendliche behauptete, nur als Zuschauer und nicht als Randalierer vor Ort gewesen zu sein.

Ähnliches machten die beiden Jugendlichen geltend, die laufengelassen wurden. Sie wurden freigesprochen, weil es keine handfesten Beweise für ihre Teilnahme an den Ausschreitungen gibt. Sie erhoben vor Gericht aber schwere Vorwürde an die Adresse der Polizei, weil diese anscheinend Geständnisse erpressen wollte.

Ausschreitungen und Plünderungen

Genf stand Anfang Juni 2003 im Zentrum der Opposition gegen den G-8-Gipfel, der vom 1. bis 3. Juni 2003 in Evian F stattfand. Während die grosse Kundgebung vom 1. Juni friedlich verlief, kam es danach und in den Folgetagen zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen mit Sachschäden von mehreren Millionen Franken.

Bereits Anfang Mai hatte das Genfer Polizeigericht einen 18-Jährigen zu einem Monat Gefängnis bedingt verurteilt. Er war für schuldig befunden worden, an der Demo gegen den G-8-Gipfel gewalttätig geworden zu sein, Beamte passiv bedroht sowie Besitz der Öffentlichkeit beschädigt zu haben.

(bert/sda)

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