Beeindruckend: Cherubinis Oper Medea im Stadttheater Bern
publiziert: Donnerstag, 5. Jun 2008 / 11:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Jun 2008 / 13:39 Uhr
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Cherubinis viel zu selten aufgeführte Oper mit einer überragenden Titelheldin: Elzbieta Szmytka. Spannender, unter die Haut gehender Abend!

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Quasi in letzter Minute, drei Tage vor der Premiere, musste die Sängerin der anspruchsvollen Titelpartie ersetzt werden. Leandra Overmann war gezwungen, wegen einer akuten Kehlkopfentzündung abzusagen.

Elzbieta Szmytka sprang für sie ein, probte beinahe Tag und Nacht und konnte zu Recht einen grossen Triumph feiern.

Die sauber geführte, mit der notwendigen Durchschlagskraft ausgestattete Stimme, die alle Regungen der Medea, von der liebenden Mutter zur rachsüchtigen Furie, von der schmeichlerischen Gattin zur sarkastischen Asylantin, von der erniedrigten, verletzten Ex-Frau zur verschlagenen Schlange restlos überzeugend darstellen und vor allem singen konnte, verlieh dieser antiken Frauengestalt trotz ihrer zierlichen Figur eine überragende Grösse.

Regisseur Jakob Peters-Messer beschert uns einen spannenden, packenden Abend.

(ksn/art-tv)

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