Befristete Feuerpause in Nahost
publiziert: Mittwoch, 7. Jan 2009 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 7. Jan 2009 / 15:12 Uhr

Jerusalem - Erstmals seit Beginn seiner Militäroffensive im Gazastreifen hat Israel eine Feuerpause eingelegt und die Einrichtung eines Hilfskorridors angekündigt.

Das Büro von Israels Premier Ehud Olmert kündigte die Massnahme an.
Das Büro von Israels Premier Ehud Olmert kündigte die Massnahme an.
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Durch den Korridor solle eine humanitäre Krise in dem Palästinensergebiet verhindert werden, erklärte das Büro von Regierungschef Ehud Olmert. Ein von Ägypten und Frankreich vorgelegter Plan für eine Waffenruhe wurde von der israelischen Regierung begrüsst.

Die israelische Armee gab bekannt, aus «humanitären Gründen» von heute an täglich zwischen 12.00 und 15.00 Uhr MEZ auf Bombenangriffe im Gazastreifen zu verzichten. Ein Armeesprecher sagte, mit der Feuerpause solle die Lieferung von Hilfsgütern und die Arbeit von Hilfsorganisationen ermöglicht werden.

Aus dem israelischen Verteidigungsministerium hiess es allerdings, die Feuerpause gelte nur für die Stadt Gaza und Umgebung. Im Falle palästinensischer Angriffe werde zurückgefeuert.

Ein führendes Mitglied der Hamas, Mussa Abu Marsuk, erklärte in Damaskus, die Organisation werde während der israelischen Feuerpause keine Raketen auf Israel abschiessen.

Abbas fordert Ende des «Massakers»

Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft rief Israel auf, Hilfsorganisationen freien Zugang zum Gazastreifen zu gewähren. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas forderte vor dem UNO-Sicherheitsrat in New York ein Ende des «Massakers» an seinem Volk.

Seit Beginn der israelischen Armeeoffensive im Gazastreifen am 27. Dezember wurden dort nach Angaben palästinensischer Sicherheitskräfte mindestens 680 Palästinenser getötet und fast 3000 verletzt.

Waffenstillstandsplan wird geprüft

Die israelische Regierung prüfte den von Ägypten und Frankreich ausgearbeiteten Plan für einen Waffenstillstand. «Wir müssen die Einzelheiten ansehen», sagte Präsident Schimon Peres dem britischen TV-Sender Sky News. Israel wolle den Krieg nicht ausweiten, sondern ihn zu einem Ende bringen.

Enden müsse aber auch der «Terror», sagte Peres. Ein Regierungssprecher in Jerusalem begrüsste die Initiative und nannte den Dialog zwischen Israel und Ägypten «positiv».

(fest/sda)

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