Befürworter von neuem Asylgesetz leicht im Vorteil
publiziert: Sonntag, 13. Aug 2006 / 08:57 Uhr

Bern - Würde heute über das verschärfte Asylgesetz abgestimmt worden, würde es ein knappes Ja gegeben.

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43 Prozent der Befragten würden heute Ja stimmen.
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In einer Umfrage sprachen sich 43 Prozent der Befragten für die Vorlage aus und 30 Prozent dagegen. Mit 27 Prozent ist der Anteil der Unentschlossenen aber noch gross.

Dies zeigt eine im Auftrag der Zeitung «SonntagsBlick» in Zusammenarbeit mit «Le Matin Dimanche» und «Il caffè» durchgeführte Umfrage. Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic befragte in der vergangenen Woche landesweit 1005 Personen. Die Fehlermarge liegt bei 3,2 Prozent.

Die Vorlage wurde von Männern und Frauen unterschiedlich beurteilt: 55,3 Prozent der Männer unterstützten die Verschärfungen im Asylgesetz; bei den Frauen waren lediglich 31,7 Prozent dafür.

Zu lasche Schweizer Asylpolitik

Eine knappe Mehrheit hätte die Vorlage bei den 15-bis 34-Jährigen gefunden. 35,2 Prozent von ihnen hätten ein Ja eingelegt und 33,5 Prozent ein Nein. 39 Prozent der Befragten waren der Ansicht, die Schweizer Asylpolitik sei zu lasch; 33 Prozent bezeichneten sie als «gerade richtig» und 24 Prozent als zu streng.

In der Deutschschweiz ist die Zustimmung zu den strengeren Regeln deutlicher als in der Romandie und im Tessin. In der Deutschschweiz sagen 48 Prozent der Befragten Ja, in der Romandie 34 Prozent und im Tessin 30 Prozent.

(smw/sda)

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