Gesunde Ghetto-Faust
Begrüssung per Faust: Kaum Chancen für Bakterien
publiziert: Dienstag, 29. Jul 2014 / 06:23 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Jul 2014 / 08:36 Uhr

Bei sogenannten «Fist Bumps» werden im Vergleich zum klassischen Händeschütteln weniger Bakterien übertragen. Händeschütteln stellt ein Gesundheitsrisiko dar. Die Wissenschaftler der Aberystwyth University raten deshalb und vor allem in der Grippezeit ernsthaft zu «Faust-Grüssen» oder Verbeugungen.

2 Meldungen im Zusammenhang

Feuchte Hände, schraubstockartige Griffe oder eine unerträglich schlaffe Hand sind die geringsten Sorgen beim Händeschütteln. Forscher tränkten die Aussenseite eines Gummi-Handschuhs mit E.Coli-Bakterien und testeten so eine Reihe von Begrüssungs-Methoden. Beim klassischen Händedruck wurden zehn Mal mehr Bakterien übertragen als bei Fist Bumps. Je kleiner die Kontaktfläche und je kürzer die Dauer der Berührung, desto weniger Bakterien.

Kein Händeschütteln im Spital

Bereits die Zeitschrift «American Medical Association» appellierte auf ein Händeschüttel-Verbot in Krankenhäusern. Ein kräftiger Händedruck gehört in Spitälern zum guten Ton und soll zwischen Patient und Mediziner eine Vertrauensbasis schaffen. Dennoch ist laut den Ergebnissen der Aberystwyth University vor allem bei Grippe-Epedemien vom Händeschütteln abzuraten.

Respektvolle Distanz von Vorteil

«Der sicherste Ansatz zur Vermeidung von Keim-Transfer wäre es, wenn wir die Verbeugung und den Knicks der viktorianischen Zeit wieder einführen. Eine Verbeugung aus respektvoller Distanz verhindert eine Übertragung von Bakterien bei der Begrüssung», erklärt Peter Hoffman, Experte für Infektions-Kontrolle von Public Health England. Bei Verzicht auf das Händeschütteln blieben immer noch 90 Prozent anderer Möglichkeiten, die Hände zu kontaminieren. Aus diesem Grund bliebe eine gründliche Desinfektion der Hände in keinem der Fälle aus.

 

 

(jz/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Reta Caspar Kein Zusammenprall der Zivilisationen sondern der Fundamentalisten ist es, wenn ein von Pubertierenden verweigerter ... mehr lesen
Händeschütteln: Zum Schutz von sich selbst und anderer diese Tradition aufgeben?
Vorsicht! Kein Händeschütteln während der Grippesaison.
London - Händeschütteln überträgt ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere Forschungsprojekte und einem grösseren Forscherkreis zur Verfügung.
Das Berner Inselspital stellt die Proben für mehrere ...
Medizinische Forschung  Bern - Das Inselspital nimmt mit der «Liquid Biobank Bern» das derzeit modernste Tiefkühllager für Blut und andere flüssige Bioproben in der Schweiz in Betrieb. Die Biobank soll zur wichtigen Forschungsressource für massgeschneiderte Medizin werden. mehr lesen 
Wegen Zika - Acht Wochen nur geschützt  Genf - Touristen sollen nach ihrer Heimreise aus Zika-Gebieten mindestens acht Wochen ... mehr lesen  
Zika wird hauptsächlich durch Mückenstiche verbreitet.
98 neue, unbekannte und künstliche Rauschmittel  Lissabon - Immer mehr neue Rauschmittel halten Einzug in Europa. Der europäische Drogenmarkt sei «nach wie vor robust», teilte die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EMCDDA) in ihrem am Dienstag in Lissabon veröffentlichten Jahresbericht 2016 mit. mehr lesen  
Die Knochendichte eines Frühchens ist geringer.
Erhöhtes Osteoporose-Risiko  Trondheim - In den letzten Wochen der Schwangerschaft gehört die Weitergabe von Kalzium an den Fötus zur Förderung der Knochenentwicklung zu den wichtigen Vorgängen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 4°C 7°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Basel 6°C 9°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
St. Gallen 3°C 5°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Bern 6°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Luzern 6°C 7°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig wechselnd bewölkt
Genf 6°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig Wolkenfelder, kaum Regen
Lugano 1°C 10°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig bewölkt, etwas Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten