Bei Selbstmordanschlägen sterben 31 Menschen in Casablanca
publiziert: Samstag, 17. Mai 2003 / 07:13 Uhr

Casablanca - Bei einer Serie von Selbstmordanschlägen in der marokkanischen Wirtschaftsmetropole Casablanca sind in der Nacht auf Samstag über 27 Menschen getötet worden. 60 weitere wurden verletzt.

10 der Attentäter hätten sich gleich selbst in die Luft gesprengt.
10 der Attentäter hätten sich gleich selbst in die Luft gesprengt.
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Etwa zehn Attentäter seien unter Toten, sagte der marokkanische Innenminister Mostafa Sahel. Der Minister vermutet ausländische Terrorgruppen hinter den Anschlägen. Die Polizei habe drei Menschen festgenommen. Darunter sei auch einer der mutmasslichen Terroristen, der schwer verletzt überlebt habe.

Die meisten Toten seien Marokkaner, es gebe aber auch ausländische Opfer. Deren Nationalität stand am Morgen nicht fest. Auf Anordnung von König Mohammed VI. seien in Casablanca und Rabat Krisenstäbe eingerichtet worden.

Die Terroristen zündeten im Ausgeh- und Diplomatenviertel der Drei-Millionen-Metropole fast zeitgleich drei Autobomben. Drei Selbstmordattentäter hätten sich zudem in einem Restaurant des spanischen Kulturhauses "Casa España" in die Luft gesprengt.

Allein dort habe es etwa 20 Tote gegeben. Die Explosionen trafen aber auch ein jüdisches Zentrum, das Konsulat Belgiens und ein Luxushotel, in dem ein Treffen amerikanischer und marokkanischer Experten über den Kampf gegen den Terrorismus stattgefunden hatte, wie es weiter hiess.

Die Wucht der Detonationen brachte Fenster zum Bersten, beschädigte ganze Häuserfassaden und liess Autos in Flammen aufgehen. Zum Zeitpunkt der Anschläge waren die Strassen und Restaurants in Casablanca noch voller Menschen. In der Stadt brach Chaos aus, erzählten Augenzeugen.

Beobachter schlossen einen Zusammenhang mit der Haltung Marokkos während des Irak-Krieges nicht aus. Das als amerikafreundlich geltende Land hatte die US-Militärintervention im Gegensatz zu anderen arabischen Staaten nicht kritisiert, obwohl es auch in Marokko Massenproteste gegen den Krieg gab. Zu den Attentaten bekannte sich bis am Morgen aber niemand.

(rr/sda)

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