Bei Stellensuche diskriminiert
publiziert: Mittwoch, 25. Okt 2006 / 13:01 Uhr

Neuenburg - Diskriminierung bei der Stellensuche ist in der Schweiz weit verbreitet. Überraschenderweise sind laut einer Studie Frauen und Männer gleichermassen betroffen.

Ältere Menschen haben es sehr schwer, bei Stellenausschreibungen überhaupt in die engere Wahl zu kommen.
Ältere Menschen haben es sehr schwer, bei Stellenausschreibungen überhaupt in die engere Wahl zu kommen.
Denn am häufigsten benachteiligen Arbeitgeber Stellensuchende wegen des Alters. 49 Prozent der Stellensuchenden in der Schweiz haben in den vergangenen fünf Jahren Diskriminierungen erfahren. Dabei sind die Unterschiede zwischen Frauen (48,7%) und Männern (49,2%) minim, wie die Studie «Global Workforce Index 2006» der Stellenvermittlerin Kelly Services zeigt.

Befragt wurden 70 000 Personen in 28 Ländern. In der Schweiz nahmen 2564 Personen teil. Unter den europäischen Ländern steht die Schweiz bei der Diskriminierung im Mittelfeld.

Am meisten Diskriminierungen weisen Schweden und Italien auf, während England, Norwegen und Dänemark am besten abschneiden. Das Alter scheint in allen Ländern die grösste Barriere bei der Stellensuche zu sein.

Geschlechterdiskriminierung

Bei der Geschlechterfrage steht die Schweiz im besseren Mittelfeld. In 20 der 28 erfassten Länder ist die Situation schlechter. Aber auch hierzulande fühlten sich 10,2 Prozent der Frauen bei der Stellensuche wegen ihres Geschlechts benachteiligt, bei den Männern waren es 3,6 Prozent.

Fast 10 Prozent der Befragten wurden wegen ihrer Herkunft oder Nationalität diskriminiert, während 1,4 Prozent der Behinderten Benachteiligungen erfuhren.

Diskriminierung am Arbeitsplatz

Auch am Arbeitsplatz fühlt sich laut der Studie eine beachtliche Zahl von 38 Prozent der Beschäftigten diskriminiert. Bei den Frauen sind es 40 Prozent, bei den Männern 35 Prozent.

10 Prozent fühlen sich am Arbeitsplatz wegen des Alters benachteiligt, 8 Prozent wegen des Geschlechts, wobei hier vorwiegend die Frauen mit 12,4 Prozent betroffen sind. 7 Prozent werden aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert.

Wenig Gegenwehr

Nur wenige wehren sich gegen ihre Benachteiligung. Lediglich 6 Prozent haben sich formell beschwert. 32 Prozent beschwerten sich informell. 59 Prozent haben gar keine Schritte unternommen.

Keine Lösung sind für Gabriella Müller von Kelly Services (Schweiz) anonymisierte Berbungsschreiben. Spätestens beim persönlichen Gespräch, einem zentralen Element jeder Einstellung, sei die Anonymisierung dahin. Allerdings fällt es Verschmähten so möglicherweise einfacher, eine Diskriminierung nachweisen zu können.

(fest/sda)

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