Beirut: Nach Öltank-Angriff droht Umweltkatastrophe
publiziert: Samstag, 29. Jul 2006 / 15:21 Uhr

Beirut - Nach dem israelischen Bombardement der Öltanks eines libanesischen Elektrizitätswerks droht nach Angaben der Regierung in Beirut im Mittelmeer eine nie dagewesene Umweltkatastrophe. Dies sagte Libanons Umweltminister Yacoub Sarraf der Nachrichtenagentur AFP.

Inzwischen ist ein Drittel der libanesischen Küste von der Ölpest betroffen.
Inzwischen ist ein Drittel der libanesischen Küste von der Ölpest betroffen.
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Bisher seien zwischen 10 000 und 15 000 Tonnen Heizöl ins Meer geflossen. Inzwischen sei ein Drittel der libanesischen Küste betroffen, sagte Sarraf.

Wenn nichts unternommen werde, werde ein weiteres Drittel verseucht. Ausserdem werde die Strömung das Öl nach Norden befördern, an die Küsten von Zypern, Syrien, der Türkei und Griechenland. Auch Israel könne davon betroffen sein.

So lange Israel seine Seeblockade aufrecht erhalte, sei ein Vorgehen gegen die Ölpest nicht möglich, sagte Sarraf weiter. Er habe bereits Grossbritannien, Italien, Spanien, die USA und andere Länder, die Erfahrungen mit solchen Unglücken haben, um Hilfe gebeten. Kuwait habe bereits 40 Tonnen Material geschickt, um das Öl zum Gerinnen zu bringen.

E-Werk bombadiert

Israel hatte das rund 25 Kilometer südlich von Beirut gelegene Elektrizitätswerk Dschije im Südlibanon am 14. Juli bombardiert. Zurzeit ist der Abfluss des Heizöls aus einem der Reservoirs gestoppt.

Aus dem zweiten Behälter, der weiter in Brand ist und zu explodieren droht, tritt das Heizöl aber weiter aus. Die Öltanks befinden sich nur 25 Meter vom Meer entfernt.

(fest/sda)

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