Beirut stimmt deutscher UNIFIL-Beteiligung zu
publiziert: Dienstag, 5. Sep 2006 / 11:44 Uhr

Beirut - Die Regierung in Beirut will Deutschland um die Entsendung von Marinesoldaten zur Sicherung der libanesischen Küste bitten.

Die deutschen Soldaten werden allerdings nur zu Wasser aktiv sein.
Die deutschen Soldaten werden allerdings nur zu Wasser aktiv sein.
4 Meldungen im Zusammenhang
Der Beginn dieses Einsatzes wird sich jedoch verzögern, da die libanesische Regierung eine Bedingung stellt. Ein Mitarbeiter von Ministerpräsident Fuad Siniora sagte, Beirut werde die Truppen-Anforderung erst dann nach Berlin und zu den Vereinten Nationen in New York schicken, wenn Israel seine Seeblockade gegen Libanon aufhebe.

Die israelische Regierung hatte in der vergangenen Woche erklärt, die Voraussetzung für ein Ende der Blockade sei noch nicht gegeben. Bedingung sei eine Umsetzung der UNO-Resolution 1701.

Erst wenn die verstärkten UNIFIL-Friedenstruppen und die libanesische Armee das Waffenembargo gegen die Hisbollah gemäss der UNO-Resolution durchsetzen könnten, sei eine Aufhebung der Blockade möglich, erklärte der israelische Verteidigungsminister Amir Perez.

Die deutschen Schiffe sollten mindestens sieben Seemeilen vor der libanesischen Küste entfernt im Mittelmeer kreuzen, heisst es in dem Entwurf für die Truppen-Anforderung nach Angaben aus Regierungskreisen in Beirut. Damit wären sie innerhalb libanesischer Hoheitsgewässer stationiert.

Hisbollah meldet Bedenken an

Die pro-iranische Hisbollah hatte während der Debatte über den Entwurf nach Angaben aus Regierungskreisen Bedenken angemeldet. Vertreter der Partei erklärten, in der UNO-Resolution 1701 zum Libanon-Konflikt sei lediglich von einer Stationierung der UNO- Truppen südlich des Litani-Flusses die Rede.

Eine Kontrolle der Küste sei dagegen nicht notwendig. Siniora habe daraufhin erklärt, dies könnte aber auf Wunsch der Regierung geschehen, und die Mehrheit der Regierungsmitglieder halte eine Kontrolle durch die Deutschen für sinnvoll.

Lange Debatte

Die Mehrheit der Minister habe am Montagabend nach langer Debatte der Anforderung nach einem Einsatz der deutschen Marine zur Überwachung der libanesischen Küste zugestimmt, verlautete aus Regierungskreisen in Beirut.

Die beiden Minister der schiitischen Hisbollah in der Regierung hätten gegen die Anforderung der Bundeswehr gestimmt, hiess es. Jedoch hätten die drei Minister der zweiten schiitischen Regierungspartei Amal für den Vorschlag gestimmt.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut/New York - Die libanesische ... mehr lesen
Deutsche Experten sollen die Kontrolle am Flughafen Beirut verbessern.
Die israelische Armee feuerte von einer Drohne aus Raketen ab.
Gaza - Bei zwei israelischen ... mehr lesen
Ankara - Die Türkei wird sich an ... mehr lesen
Ministerpräsident Erdogan versicherte, dass die türkischen Soldaten sich nicht an einer gewaltsamen Entwaffnung der Hisbollah-Miliz beteiligen würden.
Annan sagte nicht ausdrücklich, dass die Blockade schon innerhalb von zwei Tagen aufgehoben werde.
Beirut - UNO-Generalsekretär Kofi ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den Deutschen Satiriker Jan Böhmermann führte zur Einsicht, dass es für moderne Staaten an der Zeit ist, ihre Strafgesetzbücher zu entschlacken... mehr lesen   2
Avigdor Lieberman ist ehemaliger Aussenminister.
Lieberman wird Verteidigungsminister  Tel Aviv - Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) hat sich der rechts-religiösen Regierung ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 6°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 8°C 19°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 8°C 15°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 6°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Luzern 7°C 16°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Genf 7°C 19°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 9°C 17°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wechselnd bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten