Belastete Lehrer kommen auf schwarze Liste
publiziert: Sonntag, 23. Sep 2007 / 12:17 Uhr

Bern - Alle Kantone müssen in Zukunft Lehrer, die ihre Unterrichtsbefugnis verloren haben, auf eine schweizweite Schwarze Liste setzen lassen. Das bringt eine höhere Sicherheit vor fehlbaren Lehrern.

Die Kantone entscheiden nach unterschiedlichen Richtlinien.
Die Kantone entscheiden nach unterschiedlichen Richtlinien.
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Die Liste verhindere, dass Fehlbare «wieder als Lehrer von Minderjährigen eingestellt werden», sagte die Präsidentin der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), Isabelle Chassot, in einem Interview, das in der «SonntagsZeitung» erschienen ist.

«Die Kantone müssen uns ihre Fälle lückenlos melden.» Zudem müssten die Anstellungsbehörden bei der EDK nachfragen, ob ein Bewerber auf der so genannten Schwarzen Liste stehe - «etwa wenn keine aktuellen Referenzen vorliegen oder wenn Lücken im Lebenslauf betehen».

Vorbehalte von Datenschützern

Dass erst jetzt alle Kantone mitmachen müssen, führt Chassot auf die Kritik der Datenschützer zurück. «Sie argumentierten, die Rechtsgrundlage für die Liste sei ungenügend.» Damit seien verschiedene Kantone verunsichert worden.

Unter Einhaltung des Datenschutzes sei die Liste aber rechtmässig, weil es um ein öffentliches Interesse gehe: «den Schutz der Schule und der ihr anvertrauten Kinder.»

Wer kommt auf die Liste?

Allerdings setzen die Kantone Lehrpersonen, denen die Unterrichtsbefugnis entzogen wurde, nach unterschiedlichen Richtlinien auf die Liste: «Die Verfahren beruhen auf kantonalem Recht.» Da könne sich die EDK nicht einmischen.

Mit der Liste sollen Kinder und Jugendliche in allen Kantonen vor Lehren geschützt werden, denen die Unterrichtsbefugnis entzogen wurde; dabei handelt es sich unter anderem um pädophile oder gewalttätige Lehrkräfte.

(bert/sda)

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