Nachlassrichter sollen Klagen beurteilen
Belgien und Sabena verklagen Swissair auf 1,45 Milliarden
publiziert: Sonntag, 25. Nov 2001 / 12:14 Uhr

Brüssel - Der belgische Staat und Sabena haben beim Zivilgericht in Brüssel mehrere Verfahren gegen die Swissair Group angestrengt. Sie fordern 1,45 Milliarden Franken (1 Milliarde Euro) als Entschädigung für die Verletzung von Vertragsvereinbarungen.

"Die SAirGroup und die SAirLines haben eine Reihe von vertraglichen und ausser-vertraglichen Fehlern begangen", hiess es in einem vor dem Wochenende von Rik Daems, dem belgischen Minister für Öffentliche Unternehmen, veröffentlichten gemeinsamen Communiqué des belgischen Staates und der Sabena.

Das Ministerium ist der Ansicht, dass Swissair die im Januar und August vereinbarten Verpflichtungen nicht eingehalten hat. Diese betrafen unter anderem die Kapitalaufstockung der Sabena.

Die belgische Fluggesellschaft, an der Swissair Group mit 49,5 Prozent und der belgische Staat mit 50,5 Prozent beteiligt sind, reichte am 7. November beim Handelsgericht in Brüssel Konkursantrag ein. Der Flugbetrieb wurde eingestellt.

Swissair: Gültigkeit prüfen

Die Nachlassrichter der sich in Nachlassstundung befindenden Swissair-Teile müssten nun die Gültigkeit der Klagen von Sabena und dem belgischen Staat beurteilen, sagte am Samstag Swissair-Sprecher Erwin Schärer gegenüber der Nachrichtenagentur afp. Die Swissair hatte schon früher Schadensersatzansprüche seitens der Sabena zurückgewiesen.

Der provisorische Swissair-Sachwalter Karl Wüthrich will nächste Woche seine Berichte zu der unter Gläubigerschutz stehenden Swissair-Gruppe an die Nachlassrichter in Zürich und Bülach einreichen. Anschliessend entscheiden die Richter, ob die Nachlasstundung bewilligt wird.

Drohungen aus Brüssel

Nach dem Konkursantrag der Sabena waren Klagen aus Belgien zu erwarten gewesen. Die juristischen Schritte gegen die Swissair würden intensiviert, sagte der Verwaltungsratspräsident der belgischen Fluggesellschaft, Fred Chaffart, nach dem am Konkursantrag.

Die belgische Regierung drohte bereits Anfang Oktober mit einer Klage gegen die Swissair Group, nachdem diese angekündigt hatte, die im Juni vereinbarten 390 Millionen Franken für die Rekapitalisierung der Sabena nicht zu zahlen. Dieses Guthaben, von dem eine erste Tranche im Oktober hätte gezahlt werden müssen, wird zur Konkursmasse der Sabena gehören.

(sk/sda)

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