Beobachter loben friedliche Wahlen im Kongo
publiziert: Montag, 31. Jul 2006 / 22:09 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 1. Aug 2006 / 08:08 Uhr

Kinshasa - Nach den weitgehend friedlich verlaufenen Wahlen hat für den Kongo die Zeit des Wartens begonnen. Seit Sonntag seien bereits mehr als 60 Prozent der Stimmen ausgezählt worden, sagte der Leiter der Wahlkommission, Abbé Malu Malu.

Laut Abbé Malu Malu werden vor dem 20. August keine Teilergebnisse oder Tendenzen bekannt gegeben.
Laut Abbé Malu Malu werden vor dem 20. August keine Teilergebnisse oder Tendenzen bekannt gegeben.
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Die ersten Ergebnisse sollten jedoch erst am 20. August verkündet werden. Malu sagte in Kinshasa, die Wahlkommission werde vor dem 20. August keine Teilergebnisse oder Tendenzen bekannt geben. Das offizielle Ergebnis soll demnach erst am 31. August vorliegen.

Die Verzögerung bei der Verkündung der Wahlergebnisse begründete der Kommissionsleiter mit den Ausmassen des Kongo: Das Land ist in etwa so gross wie ganz West-Europa; die Infrastruktur ist hingegen schlecht entwickelt.

«Die Wahlbeteiligung war sehr hoch», sagte Malu, nannte aber keine Zahlen. Nach Umfragen von Radio Okapi haben in einzelnen Orten zwischen 60 und 85 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Wahlen in Kasai am Montag

In der Provinz Kasai werde am Montag noch gewählt. Dort hatten Oppositionelle sieben Wahllokale niedergebrannt und zwei Lastwagen mit Wahlmaterialien geplündert. Mehr als 200 Wahllokale mussten auf dem Luftweg mit Ersatz-Stimmzetteln ausgestattet werden.

Die Afrikanische Union (AU) gratulierte den Menschen im Kongo «zu ihrer Geduld, ihrem Mut und ihrem Vertrauen in die Zukunft». Zugleich seien sie jedoch aufgerufen, am Ende auch das Wahlergebnis zu akzeptieren, erklärte AU-Kommissionspräsident Alpha Omor Konare.

Die Regionalwahl und die voraussichtlich notwendige Stichwahl für die Präsidentschaft sind nach Angaben der Wahlkommission für den 29. Oktober geplant.

Mehr als 25 Millionen Kongolesen waren am Wochenende aufgerufen gewesen, ihren Präsidenten und das Parlament neu zu bestimmen. Präsident Joseph Kabila und Vizepräsident Jean-Pierre Bemba gelten als Favoriten.

(bert/sda)

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